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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Das will ich Dir sagen, meine Liebe. Du weißt doch, daßdie Vertheilung der Arbeit die Quelle aller Civilisation daßandererseits der Handel nur ein Austausch von Aequivalenten ist daß die Zollhäuser diese Aequivalente in Fesseln schlagen unddaß, was in Fesseln liegt, nicht frei ist"

Aber meine gute Eudosia, wo läuft nur Deine Zunge wieder hin?"

Nun, Du wirst doch zugeben, Klara, daß, was in Fesseln liegt,nicht frei ist, daß Freiheit die größte Segnung dieses glücklichenLandes bildet, und daß der Handel eben so gut wie jedes andere Dingfrei seyn sollte."

Klärchen schwindelte der Kopf vor diesem Wortschwall, obwohlsie die Phrasen, mit denen ihre Freundin um sich warf, vollkommeneben so gut verstand, als diese selbst. Bekanntlich ist National-ökonomie wenig mehr als eine Terminologie, und ganz besondersgilt dies von demjenigen Theile derselben, welchen mandie Freiheitdes Handels" zu nennen beliebt. Aber Klara war es herzlich müde,noch mehr von dem unverständlichen GallimathiaS zu Horen, der sichin unseren Tagen eben so allgemein der Köpfe und Federn bemächtigthat, als es vor einem halben Jahrhundert unter ziemlich ähnlichenUmständen mit Pitt's berüchtigtem Vorschlag einesTilgungsfonds"für die englische Staatsschuld der Fall war; sie bat daher ihreFreundin, ohne weiteres Ausholen auf den Punkt mit dem Taschen-tuch zu kommen.

Nun denn," resumirte Eudosia,dies hängt so zusammen:der Luxus der Reichen gibt dem Armen Arbeit und setzt Geld inUmlauf. So hat denn auch ohne Zweifel mein Taschentuch irgendeinem armen Geschöpfe in Frankreich vier oder fünf Monate laugBeschäftigung und damit Kleidung und Brod verschafft. Gewißhat eS fünfzig von den hundert Dollarn erhalten, die ich bezahlenmußte. Und dann der Zoll ach Klara, ohne diesen schmutzigenZoll hätte ich mein Tuch um fünf und zwanzig Dollar wohlfeilerbekommen."