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zuweisen, daß die Vicomteffe, wie gesagt, eine Dame vom sicherstenTakte in allen solchen Dingen, ernstliche Zweifel darüber hegte, obes überhaupt guter Ton sey, gestickte Taschentücher zu führen.
WaS ich an der Gesellschaft in der Schublade am meisten auS-zusetzen hatte, war das unaufhörliche, unvernünftige Heimweh, welchessie nach Frankreich, und die Ungerechtigkeit, mit der sie sich gegen ihrneues Vaterland äußerten. Auch ich konnte sogar durch die Spal-ten der Schublade von Amerika so Manches gewahr werden, was mirnicht gefiel, und wäre ich Amerikanerin gewesen, wer weiß, ob ichmich nicht auch der lieblosen Kritik der klebrigen angeschloffen hätte;denn ich gehöre nicht zu denen, welche das Mäkeln über die Ein-richtungen eines Landes als ausschließliches Vorrecht der Fremdenansehen. Im Gegentheil scheint eS mir Sache des Inländers zuseyn, solchen Gebrechen abzuhelfen, während der Fremde von Rechts-wegen das Gute eben so gut wie das Schlimme ins Auge fassen muß.
Dagegen ließen nun meine Kameraden auch nicht ein gutesHaar an Amerika — Klima, Einwohner, Nahrung, Sitten undGesetze, ja selbst Kleidung, Manieren und Geschmack— Alles war,ohne allen Vergleich, schlechter als in ihrer Heimath. Selbst derMenschenschlag und seine physischen Verhältnisse wurde ohne Er-barmen abgeurtheilt. Ich muß gestehen, daß cS mich sonderbar be-rührte, die Größe der Amerikaner von einer Gesellschaft von Ta-schentüchern so ohne Weiteres bespötteln zu hören und es fielmir dabei ein, was ich irgendwo von den Nasen der New-Dorkergelesen hatte — daß sie nämlich mit ungewöhnlicher Länge gesegnetsetzen. So verwickelt sich dünkelhaftes und oberflächliches Bekrittelnstets in Widersprüche und Absurditäten, während der gewissenhafteund gewiegte Richter in der Empfindlichkeit des Getroffenen stetseine Anerkennung seines UrtheilS finden wird.