einer wie der andere; keiner macht sich ein Gewissen daraus, ein armesHemd oft bis nach Mitternacht hinzuhalten, um diese verdammten, da-mischen Anwälte und die spitzfindigen, krittelsüchtigen Zeugen anzuhören."
„Ich bitte zu bedenken, Sir, daß ich ein weibliches Taschen-tuch bin und daß Personen Ihres Geschlechts in Gegenwart vonDamen eine gemäßigte und verständige Sprache ziemt."
„In der That, ich sehe an Deinem Schmucke, daß Du einWeiberrock bist; allein das hindert Dich doch nicht, einem ehrlichenZungen zu sagen, wer Dein Baas ist."
„Ich gehöre gegenwärtig dem Obristen Silk» an, wenn esdieß ist, was Sie wissen wolle» — hoffe aber, daß mir bald irgendeine schöne Dame die Ehre erzeigen wird, mich in ihre Garderobeaufzunehmen. Ohne Zweifel wird meine Zukünftige — ist dasvielleicht das rechte Wort? — eine der schönsten und ausgezeich-netsten Damen in New-Dork sein."
„Das ist gar keine Frage, da hier zu Lande das Geld sowohlSchönheit als Rang verleiht und Du nicht wohl um Einen Dollarfeil geboten werden wirst. Oberst Silkh? der Name ist mir nichtbekannt; welcher von unser» RedacteurS ist es denn?"
„Hm! ich glaube nicht, daß er überhaupt zu diesem Standegehört, wenigstens habe ich noch nie vernommen, daß er je etwasmit einer Publikation zu schaffen gehabt, und, die Wahrheit zu sagen,scheint er mir auch gar nicht der Mann dazu, weder vermögenatürlicher Fähigkeit, noch mittelst der künstlichen Nachhülfe einergeordneten Erziehung."
„Dieß thut nichts zur Sache, denn Dein Signalement paßtWenigstens auf die Hälfte der ganzen Sippschaft. Wenn wir hierzu Lande auf Obersten oder Herausgeber warten sollten, bis wirwelche bekämen, die zu ihrem Amte tauglich wären — da kriegtenwir wohl verdammt wenig Neues zu hören, müßten uns ganz undgar ohne Politik behelfen und die Miliz vollends — die würde jabald in den schrecklichsten Zustand gerathen."