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mich dann in die Hand, um sich zu überzeugen, ob sie nicht zu vielgethan habe. Die Untersuchung schien befriedigend ausgefallen zuseyn, denn ich wurde mit großer Sorgfalt in ein Körbchen gepackt,worauf die Kommissionärin ihre Gänge wieder antrat. Obgleichsie es dießmal mit ihren Diensten gut und ehrlich meinte, hielt siedoch gleichwohl nicht für nöthig, aus Adrienne'S Armuth ein Gc-heimniß zu machen — eine Entdeckung, welche kaum noch derPortiers Frau anvertraut war, als sie auch schon dem HauSeigen-thnmer mitgelheilt wurde.
Adrienne halte jetzt Mittel in Hände», sich Nahrung zu ver-schaffen; allein da sie nicht wissen konnte, wie viel das bevorstehendeLeichenbegängniß in Anspruch nehmen würde, so war es ihr Ge-wifsenssache, sich wie bisher auf trockneS Brod zu beschränken.Am Abend erschien Döfiröe mit der Meldung, daß das Leichenge-leite auf den andern Morgen angesagt sei; sie habe Alles so wohl-feil als möglich eingerichtet, habe aber doch fünf und dreißig Frankengebraucht, denn billiger lasse sich die Sache unmöglich abmachen.
Adrienne bezahlte die Summe und fand sich nun noch im Be-sitze von netto vier und einem halben Franken. Desireeaber verabschiedete sich für die Nacht und nahm mich als wohler-worbenes Eigenthum in ihrem Körbchen mit nach Hause. Znmeiner neuen Behausung angekommen, wurde ich auf einen Tischgelegt, von wo ich durchs offene Fenster zu dem sternenbesätenNachthimmel emporschauen konnte. Der Anblick jener wandelndenWelten, welche nach der Behauptung der Astronomen die Sonnenneuer Systeme bilden, versenkte mich in Betrachtungen über dievor unserem inneren Auge liegende Ewigkeit und meine Gefühlelösten sich in sanfte Wehmuth auf, wenn ich wieder an die SpanneZeit zurückdachte, welche wir alle hieniedcn unter dem Joche desUnrechts und der Bedrückung zu durchleben haben. Solche Be-trachtungen sind gar oft uothwendig, um uns Ergebung in die geheim-nißvollen Wege der Vorsehung einzuflüßen, deren Rathschlüffe uns