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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Dich, Kind meiner Liebe, baß nicht mein Fehler auch der Deinigewerde. Küsse mich, Adrienne, und bete für meine Seele, wennAlles vorüber iss."

Ja theuerste, geliebteste Großmutter! Du weißt, ich will."

Du mußt den Rest meiner Aussteuer zu Geld machen, umDir nach meinem Tode ein gemächliches Auskommen zu sichern."

Ich will Alles thun, was Du willst, theuerste Großmutter."

Vielleicht wirft cS noch so viel ab, daß Du Dir vier- bisfünfhundert Franken Renten kaufen kannst, und damit hast Dugenug, um einfach zu leben."

Ja, ja, Großmutter, das ist Wohl möglich."

Den Fingerhut mußt Du aber nicht verkaufen nicht wahr?Den behältst Du zum Andenken an Deine Großmutter?"

Adrienne beugte das Haupt und stöhnte laut. Ihre Groß-mutter verlangte jetzt nach einem Priester und die Gedanken desMädchens nahmen eine andere Richtung. Dies war ein Glück fürdie Arme, denn ihr Geist wäre dieser Qual wohl endlich unterlegen.

Frau von Rocheaimard endete noch in derselben Nacht in denArmen Adrienne'S, welcher der bon eure und die PortiersfrauBeistand leisteten. Ihr letztes Wort war ein Segen über dasschöne und edle Wesen, welches seine kranke Großmutter so treuund liebevoll bis an ihr Ende gepflegt hatte.

Nachdem Alles vorüber und die Leiche ausgelegt war, verlangteAdrienne mit ihr allein gelassen zu werden. Weder im Leben nochtm Tode konnte ihre Großmutter je ein Gegenstand des Schreckensfür sie seyn und überdies wäre außer ihr wohl schwerlich Jemandzur Todtenwache bereit gewesen. Sie konnte im Verlauf der Nachtsogar ein wenig einschlummern ein Tribut, welchen die Naturgebieterisch von ihren erschöpften Kräften einforderte.

Der folgende Tag stürzte die Arme in neue Angst und Nöthen.Der Leichenbeschaner kam, wie dies in Frankreich üblich ist, umseinen Bericht zu erstatten: die Anstalten zur Beerdigung mußten