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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Madame de la Nocheaimarb Pflegte Morgens am tiefsten zuschlummern und Adrienne hatte seither keinen Anstand genommen,ihre Großmutter ans ein Stündchen zu verlassen, um auf dem kür-zesten Wege die nächste Promenade zu gewinnen und in Gottesfreier, frischer Luft Muth und Kraft für den Tag zu sammeln.Diesen schönen Genuß sollte sie sich von nun an versagen» einOpfer, dessen Größe diejenigen, welche unverdorben und tugend-haft genug sind, um für solch ein unschuldiges Vergnügen Sinn zubehalten, namentlich wenn sie in die unnatürlichen Schranken einerStadt gebannt sind gebührend zu schätzen wissen werden. Adriennebrachte es ohne Murren, wenn sie auch nicht jeden Seufzer des-halb unterdrücken konnte.

Als mich das liebe Mädchen in den Rahmen spannte, um michmit eigener niedlicher Hand zu zieren, warf sie einen Blick desEntzückens, ja selbst der Zärtlichkeit auf mich, dessen ich in meinemganzen Leben nie wieder vergessen werde. Noch hatte sie von denüblen Folgen, welche ihre Selbstverläugnung für sie haben sollte,nichts zu verspüren gehabt: wenn auch ihre Wangen nicht geraderosig blühten, so hatten sie doch die natürliche Farbe noch nichtganz verloren, und das Auge, obgleich gedankenvoll, selbst traurig,war noch nicht eingefallen, noch kein Spiegel des Kummers und derHerzensangst geworden. Sie freute sich ihres Einkaufs und lebteund webte in den glänzenden Hoffnungen, welche ihre sanguinischePhantasie daran knüpfte.

In der Führung der Nabel besaß Adrienne ein ungewöhnlichesGeschick, und ihr Geschmack war so fein gebildet, daß sie sich auchin der Kunst des MusterzcichnenS eine große Meisterschaft erworbenhatte. Schon früher, als man sich noch mit dem Plane trug, unsereganze Sippschaft der Dauphine zu weihen, hatte man den Ge-danken gefaßt, uns Taschentücher mit Stickereien zu versehen undzu diesem Zweck einige Zeichnungen von vollendeter Schönheit undZierlichkeit vorbereitetnichts von jenen plumpen, bedeutungslosen