Fingerhuts, den sie als eine der HülfSqnellen ihrer geliebten Groß-mutter betrachtete — dein Drucke größerer und schwererer Nebelwichen.
Sollte ich auch Methusalems Alter erreichen, ja sollte ich ein-mal der Ehre jenes Taschentuches gewürdigt werden, welches derGroß- Sultan der Odaliske seiner Wahl zuwirft, nie werde ichvergessen, mit welcher Theilnahme ich Adriennen zu der Thüreihres kleinen Gemaches im Zwischengeschoß begleitete. Sie hattemit des Portiers Töchterlein, Natalie, das Abkommen getroffen,daß das Kind gegen eine kleine Belohnung so lange bei der Groß-mutter blieb, als ihre kurzen Ausgänge dauerten, welche sich nichtvermeiden ließen. Wir fanden also die Kleine an der Thüre, mitUngeduld ihrer Erlösung harrend.
„Hat Großmutter nach mir gefragt, Natalie?" fragte Adriennebesorgt im Augenblicke des Eintretens.
„Nein, Mademoiselle! Madame hat die ganze Zeit geschlafenund das hat mich so gelangweilt."
Die kleine Schildwache wurde mit ihrem Sou entlassen undAdrienne war nun in dem Vorgemache allein. Die Ausstattungdieses ZimmerchenS war höchst anständig, denn Frau von Roche-aimard bezahlte eine ziemlich beträchtliche Miethe und diese warin einem Zeitpunkte unmittelbar nach der Juli-Revolntion festgesetztworden, wo die Preise wohl um die Hälfte gefallen waren; sokam eS, daß diese Räume in ihrem Aeußern keineswegs die Nothverriethcn, welche sie gleichwohl einschlossen.
Adrienne ging durch das Vorzimmer, das zugleich zum „Speise-saal" diente, und erreichte einen kleinen Salon, der in das Schlaf-gemach der Großmutter führte. Ein schneller Ueberblick belehrtesie, daß Alles in Ordnung war und ihre Aufregung verschwandnunmehr. Sie reichte der Großmutter einige Erfrischungen, er-kundigte sich zärtlich nach ihren Wünschen, besorgte schnell einigekleine häusliche Geschäfte und setzte sich dann zur Aibeit, um ihr