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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
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wahren Werthe, daß sie sich nicht zu dem Handel entschließenkonnte. Inzwischen war ihre eigene Garderobe beinahe völlig auf-gezehrt worden von der großmütterlichen nichts mehr vorhanden,was sich zu Gelde machen ließ, nnd so mußten denn jene Spitzenin irgend einer Weise ausgebcutet werden.

Während Adrienne über diese bittere Nothwendigkeit nachsann,kam ihr auf einmal unsere Familie in den Sinn. Sic wußte, nachwelchem Laden wir spcdirt worden waren und entwarf alsbald denPlan, eines von uns zu kaufen, das AuSerwählte mit irgend einerkunstreichen Stickerei von ihrer eigenen Hand zu zieren und mitden Spitzen der Vicvmteffe zu besetzen. Der Verkauf dieses Pracht-stücks sollte ihr eine Summe einbringen, mit der sie alle leiblichenBedürfnisse der Großmutter zu decken hoffte.

Evle Herzen sind in der Regel sanguinisch Wunsch undHoffnung halten bei ihnen gleichen Schritt mit einander. So hatteAdrienne gehört, daß mancher Wohlhabende ein so reich verziertesTuch mit zwanzig Napoleon bezahlt habe und so sah sich dasgute Kind im Geiste schon im Besitze eines kleinen Schatzes.

Wenn ich meine Zeit recht zu Rath halte und meine früherenSpaziergänge einstelle," so sprach sie zu sich selbst,so kann ichin zwei Monaten fertig werden, ich esse weniger und arbeite umso mehr, dann können wir auch mit dem, was wir noch in Kaffehaben, zur Roth durchkommen."

Das war das Geheimniß jenes Kaufs, der meine Wenigkeitum den Preis des letzten Sous, den daS liebliche Mädchen besaß,in ihre Hände geführt hatte. Das arme Kind! die Ausgabe hatteihre Berechnung um ein Gutes überschritten, und sie konnte nichtnach Hause zurückkehren, ohne die entstandene Lücke durch den Ver-kauf einiger Artikel, welche ihr Ridicüle noch nebenher verwahrte,einigermaßen auszufüllen, denn für die Modistin konnte sie unterzwei bis drei Tagen keine Arbeit fertig bringen und doch mußte