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lution für andere Leute gemacht hatte. Und dann war es ja alleinschon Seligkeit, bei Adriennen zu seyn! Als ich fühlte, wie dassüße Kind mich an ihr Herz drückte, da faßte ich einen Entschluß,wie man ihn gewiß einem Taschentuch wenig Zutrauen wird: ichwarf eine Falte meines sommcrfadengleichen Gewebes in die Höhe,als ob sie ein Luftzug gefaßt hätte, und schwang mich so zu ihremlieblichen Antlitz empor, um die erste Freudenzähre aufzusaugen,die sie seit Monden vergossen hatte.
Der Leser wird gern glauben, daß meine Einbildungskraft involler Thätigkeit war, um die Umstände, welche Adriennen vonRocheaimard nach Paris gebracht, sowie den Grund zu erfahren,warum sie gerade mich mit so viel Eifer ausgesucht hatte. Wares möglich, daß das dankbare Mädchen mich noch immer der„Herzogin von Angouleme" als ein Zeichen ihrer Ergebenheit dar-bringenwollte? Nicht doch; die Herzogin war ja in der Verbannung,während ihre Schwester für die Rechte ihres SohneS ohnmächtigeKomplotte schmiedete, welche ein doppelter Verrath zunichte ma-chen sollte.
Wie ich schon früher angedeutst, giebt und empfängt unserGeschlecht seine Ideen nicht durch Organe, wie sie unter Menschengebräuchlich sind, sondern eS besitzt eine Gabe des Hellsehens,welche sich unter günstigen Umständen stets wirksam erweist. Ja,man kann sagen, daß diese magnetische Erregung beständig vor-handen ist, so lange wir mit Verrichtung der uns eigenthümlichenFunktionen beschäftigt sind. .Sind wir freilich in Ballen zusammen-gepackt, oder in Schubladen begraben, um den gemeinen Zweckendes Handels zu bienen, so schlummert dieser Instinkt, denn diegütige Natur verschmäht es, ihre Wunderkräfte für andere alslegitime Gegenstände in Bewegung zu setzen. Unter „legitim" ver-stehe ich hier nichts, was die Throne und ihre Vererbung anginge,überhaupt nichts Politisches, sondern lediglich bas eigentliche Ver-HLltniß einer Erscheinung zu ihrer wirkenden Kraft.