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nicht so viel Geld bei mir zu haben," stammelte sie, blaß wie der Tod,denn die Angst, so nahe am Ziel noch zu scheitern, überwand sogarihre Schaum und obwohl ihre zitternde Hand beinahe den Dienstversagte, so gewann sie eS doch über sich, ihre Börse hervorzuholen.— Ein Napoleon, der zuerst zum Vorschein kam, schien keine übleAusbeute zu versprechen, aber ach ! erhalte keinen Kameraden ! Siebe»Einfrank-Stücke, endlich noch ein Nachtrab von zwei ZehnsouS-stücken — das war Alles, das klebrige war eitel Kupfer. Derganze Inhalt der Börse, nachdem sie geleert und in allen Faltendurchsucht war, betrug nicht mehr als gerade acht und zwanzigFranken und sieben Sous.
„Dieß ist Alles, was ich habe, Madame!" lispelte Adriennemit ersterbender Stimme.
Die Verkäuferin, in der Schule des Mißtrauens ausgewachsen,warf erst einen forschenden Blick auf ihren Kunden und strich danndas Geld ein, zufrieden, von diesem armen Mädchen mehr erpreßtzu haben, als sie von der Frau des Wechsel-Agenten zu forderngewagt haben würde. Adrienne aber nahm mich zu sich und glittso flüchtig aus dem Laden, als hätte sie gefürchtet, ihren theuererkauften Schatz wieder zu verlieren.
Ich selbst war über mein eigenes Glück zu sehr entzückt, umdamals schon das Empörende der Scene gehörig würdigen zukönnen. Ich war wieder in Freiheit, athmete wieder frische Luftund befand mich auf dem Wege, meine Bestimmung zu erfüllen —das war mir genug. Wie war mir unser seitheriges Vegetirenso unbeschreiblich zuwider gewesen, wo ich weder wachsen konnte,noch mit Thränen getränkt wurde, noch endlich meine Lieblinge, dieSterne, sehen durfte, aus denen ich so tiefe Weisheit gelernt hatte.Zudem hatten die Politiker alle Behaglichkeit aus unserem Kreisegescheucht; die „Rechte" fing an, die Augenbraunen in die Höhe zuziehen, denn logisches Denken war ohnehin nie ihre Sache gewesen,während die „Linke" eben anfing zu entdecken, daß sie eine Nevo-