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„Sie entschuldigen, mein Fräulein! Tücher von dieser Qualitätwerden nicht leicht einzeln verkauft."
„Ich dachte es wohl — und doch könnte ich nur einesbrauchen einer Stickerei zu Liebe — wenn aber..
Diese Worte wurden langsam und mit Mühe hervorgepreßt undmit dem letzten versagte dem süßen Kind die Stimme ganz. Eswar wohl nur der Krämerinstinkt und nicht etwa eine Anwandlungvon Gefühl, was unsere Dame geneigt machte, eine Ausnahmevon ihrer Regel zu gestatten.
„Der Preis eines jeden dieser Taschentücher ist fünf undzwanzig Franken, Mademoiselle," — den Tag zuvor hatte sie unsder Frau eines der reichsten Wechsel-Agenten in Paris zu einemNapoleon angeboten! — „fünf und zwanzig Franken im Dutzend;da es übrigens scheint, daß Sie nur ein Stück zu haben wünschen,so möchte ich nicht gerne ungefällig seyn und will eS ihnen zuacht und zwanzig überlassen."
Die Züge AdriennenS zeigten bei diesen Worten eine seltsameMischung von Bekümmerniß und Freude; doch zauderte sie keinenAugenblick, den Vorschlag anzunehmen und bezeichnete auch sogleich,von dem Dufte jenes Tropfens blau äo Ooloxno angezogen, meineWenigkeit als das Tuch, welches sie ausgesucht hatte. Madamesetzte nun zwischen mir und meinem Nachbarn von der „Linken"die Scheere an, schien aber plötzlich ihre eigene Uebereilung zubereuen, denn ohne den entscheidenden Schnitt zu thun, ließ sienoch zuvor einige neu entstandene Zweifel laut werden.
„Sie dürfen wahrhaftig noch einen Frank zulegen, Mademoi-selle, wenn ich Ihnen ein Tuch gerade aus der Mitte des Stücksabschneiden soll."
Adrienne'S Verlegenheit war zu deutlich geworden, um sich längerverbergen zu lassen. Daß sie das Tuch sehnlichst zu haben wünschte,war klar und doch schien sich noch ei» offenbares Hinderniß derErfüllung ihrer Wünsche entgegenzustemmen. „Ich fürchte nur.