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Mal wurden wir Käufern vargewiesen, welche, wie wir glaub-ten, unserer Schönheit nicht widerstehen sollten; aber, ach! keinerwollte anbeißen. An dem Tage, da die Lilien von den Stempelnder Münze verschwanden und der König sein Wappen ablegte, dachteich, müßte unsere Dame schon allein unsertwegen Krämpfe gehabt haben.Man schien Alles, was nach Aristokratie roch, sogar in der Wäsche undden Taschentüchern meiden zuwvllen. Wie schlecht verstand sich die guteFrau auf die menschliche Natur! Wußte sie denn nicht, daß, wenneine alte deplacirte Aristokratie verdrängt wird, sich eine neue sounfehlbar an ihre Stelle setzt, als an einem Aase hungrige und ge-sättigte Fliegen sich ablösen, und daß sich gerade diese neu Empor-gekommenen weit ungestümer in das alte Beet von Ausschweifungund Thorhcit drängen, als die früheren, welche immer an Reich-thum gewöhnt waren und ihn nicht an den Tag zu legen brauchten,nur um sich ein Ansehen zu geben! Gleichwohl war für mich derTag der Erlösung nahe, und er erschien mir ebenso glänzend, wie dieHochzeit einem Mädchen sich darstellt, welches vor Sehnsucht brennt,sich in den Strudel der Welt zu stürzen.
Fünftes Kapitel.
Die Festtage waren vorübergegangen, ohne dem Verkehre einenerheblichen Aufschwung zu geben, als mir mit einem Male die Stundeder Befreiung schlug. Es war im Februar und unsere Dame hatte^glaub' ich, bereits alle Hoffnung, uns in dieser Saison noch loSzu werden, aufgegeben, als eines Tages vom Ladentisch her dielieblichen Töne einer wohlbekannten Stimme an mein Ohr schlugen.Eine weibliche Stimme war es natürlich, welche nach einem StückBattisttücher fragte, die aus einer Fabrik in der Picardie hierhergeliefert worden sehen. Zu meinem Erstaunen war an unserer Damenichts von ihrer gewöhnlichen, geschäftigen Dienstsertigkeit zu bemerken