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Die Herzogin war weder nach Paris zurückgckehrt noch aus-gewandert, sondern hatte vorgezogen, gleich der Mehrzahl deShohen Adels, der mit vollem Rechte in der Aufrechthaltung desErstgeburtsrechts die Hauptstütze seiner Existenz erkannte — ihreUnzufriedenheit mit der neuen Ordnung der Dinge, wonach derjüngste Prinz einer zahlreichen Familie aus den Thron des Aeltestengesetzt worden war, dadurch an den Tag zu legen, daß sie sich aufihr Schloß zurückzog. Alle Hoffnung, uns an sie zu verkaufen,war aufgegeben worden und nach dem großen Grundsätze der „Frei-heit und Gleichheit" wurden wir wie alle andern Artikel auf dengroßen Markt geworfen, wie sich dies in einem republikanischenReiche ziemte.
Unsere Aussichten änderten sich mit jedem Tage: die Dauphine,Madame, die Rochefoucaulds, de la TremouillcS, die Grammonts,RohanS, CrillonS u. s. w. u. s. w. — sie alle waren außer Frage.Die königliche Familie befand sich bis auf die orleanische Linie inEngland und der Adel saß fast ohne Ausnahme auf seinen „Hoch-tauen", um zu schmollen. Das Regiment der BanqnierS hattenoch nicht so recht begonnen, denn vor dem Juli 1830 konntediese ehrbare Klaffe von Bürgern nicht wagen, sich ihrer angebo-renen Borliebe zum Uebertreiben und Vornehmthun zu überlassen,weil ein uralter, wenn auch verarmter Adel sie durch die Ueber-legenheit, welche Rang und Erziehung ihm sicherten, noch einiger-maßen in Schranken hielt. Dazu kam, daß ihr Vermögen damalsnoch sehr unsicher war, da die Fonds fortwährend schwanktenund sogar der würdige Jacques Lafitte, dessen edler Charakter jedemStande Ehre verleihen würde, zu wanken begann. Wären wir einJahr später auf den Markt gekommen, so ist gar kein Zweifel, daßuns die Frau oder Tochter eines Börsen-Spekulanten in wenigerals acht Tagen sammt und sonders aufgekauft hätte.
Natürlich hatten wir bei diesem Stand der Dinge Muße ge-nug zu Beobachtungen und Betrachtungen. Wohl zehn und hundert