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unterstützt find, fast niemals zur Wiederherstellung ihrer Rechtegelangen — eine Erfahrung, welche auch die Vicomteffe und ihreEnkelin traf, die ohne die Gutherzigkeit der Dauphine geradezuan den Bettelstab gebracht worden wären. Diese aber, die ächteTochter des vorigen Königs, hörte nicht sobald von der hülflosenLage, in welcher sich die Abkömmlinge eines Geschlechtes befanden,dessen Ahnen bis zu den Kreuzfahrern hinaufreichten, als sie eSauch sogleich dahin brachte, daß ihnen „vorerst" eine jährlichePension von zweitausend Franken bewilligt wurde.
Vierhundert Thalcr des Jahrs dürfen selbst nach dem modernenMaßstabe, wie er unter den sogenannten nouveaur riolles vonAmerika gebräuchlich ist, keineswegs als eine bedeutende Summegalten, waren aber gleichwohl hinreichend, Adriennen und ihrerGroßmutter eine behagliche, ja selbst anständige Existenz in derProvinz zu sichern. Im Schlosse konnten sie freilich nicht wohnen,da dieses zur Fabrik eingerichtet und mit Maschinen und Webe-stühlen angefüllt war; dagegen hatte man in dessen unmittelbarerNähe eine Wohnung für sie ausfindig gemacht. Hier konnte dennFrau von Rocheaimard den Abend eines wechselvollen, viebewegtcnLebens, wenn auch nicht in völligem Frieden, so doch wenigstens nichtim eigentlichen Elende beschließen, während ihre Enkelin, ein Mustervon Herzensgüte und frommer Ergebenheit gegen ihre einzige nochlebende Verwandte, zur lieblichen Jungfrau heranwuchs.
Die Innigkeit des FamilienverbandeS in Frankreich ist schonhäufig von Reisenden hervorgehoben und mit dem lockeren Zustandeamerikanischer Häuslichkeit in Vergleich gezogen worden. Wennauch nicht gerade alle derartigen Behauptungen streng wahrheits-gemäß sind, so bin ich gleichwohl sehr geneigt, ihnen im WesentlichenLeizutreten: da zudem meine jetzige Schilderung das französische Lebenberührt und für Amerikaner bestimmt ist, so sehe ich keinen besonde-ren Grund, warum ich diese Thatsache verbergen sollte. Unterwür-figkeit gegen die Eltern, Achtung vor der Autorität von Verwandten