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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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denn rund heraus erklärte, daß ich mir, wenn denn der Hof nuneinmal doch mein LooS seyn sollte, auf keinen Fall eine höhere Ehrewünschte, als die, der vortrefflichen Prinzessin Amalie anzugehören,welche damals als Tochter und Schwester eines Königs im PalaisRoyal den ersten Rang einnahm, gleichwohl aber ebensowenig dieAussicht hatte, die Krone auf ihrem eigenen Haupte zu sehen, alsihre Wünsche diesem Ziele zugewendet waren.

Mein Verlangen wurde von derRechten" für niederträchtigund noch schlimmer als republikanisch erklärt, wogegen dieLinke"meine geheimen Absichten auf ein Aemtchen bespöttelte, die ich nichtden Muth besäße, offen vor der Welt einzugestehen. Allein dasEine war so ungegründet als das Andere, denn keinerlei unwürdigeGefühle hatten auf meine Entscheidung einen Einfluß auSgeübt: derZufall hatte mich die Tugenden jener verehrungswürdigen Damekennen gelehrt und ich war fest überzeugt, daß sie auch ein Taschen-tuch nicht anders als gütig behandeln würde; auch hat ihr seitheri-ges Benehmen unter den schwierigsten und überraschendsten Ver-hältnissen die gute Meinung vollkommen bestätigt, welche ich schonso frühzeitig für sie gefaßt hatte. Hätte sie doch niemals des ThronesStufen betreten dies wünschte ich ihr in der tiefen Neberzeugung,daß sie selbst schon ähnliche Wünsche gehegt haben mochte.

Uebrigens waren diese hochflicgenden Pläne nicht in unsererganzen Familie verbreitet: einige von uns hielten es schon für eineEhre, unter der Aussteuer einer BanquierStochter zu prunkenan Käufer ans den Reihen des alten Adels war nämlich, wie wirwohl wußten, bei der Höhe des Preises ohnedies nicht zu'denkenwährend andere der Möglichkeit gedachten, daß uns vor dem An-tritte unseres eigentlichen Lebensberufes vielleicht noch das Glückeiner gemeinschaftlichen Reise Vorbehalten seyn dürfte. Da wir seitherin so enger Verbindung zusammen gelebt hatten und uns im Ganzendoch wie Brüder und Schwestern anss zärtlichste liebten, so ver-einigten sich alle in dem Wunsche, nicht getrennt zu werden, son-