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Doch ich habe cS ja nur mit der Wirkung zu thun, welchediese Vorlesungen auf uns Taschentücher, nicht aber mit jenen, welchesie auf die Tagelöhner äußerte. Die beiden Enden unseres Stücksbildeten eine förmliche „Rechte" und „Linke" — mit anderen Wor-ten, auf dem rechten Flügel des Stücks wurde Alles eifrig bour-bonisch und man glaubte in tiefer Ergebenheit, daß Fürsten, derenNamen täglich mit so vieler Ehrfurcht und Huldigung genanntwurden, wahre Muster von Vollkommenheit sehn müßten, wäh-rend man auf der andern Seite von der Ansicht ausging, daß vonNazareth nichts Gutes kommen könne. Auf diese Art wurden viervon uns entschiedene Politiker, d. h. sie wollten sich ihren respectivenGegner gegenüber nicht einmal mit der gründlichsten Verachtungbegnügen, sondern fingen sogar an, Gefühlen Raum zu geben,welche dem wirklichen Hasse näher verwandt waren.
Diese Gefühle behaupteten ihre größte Stärke auf den Flügelnund verloren an Jntenfität, jemehr man sich der Mitte näherte,wie fich der Leser leicht selbst vorstellen wird. Ich selbst mochteetwa zum linken Centrunr gehören, denn dort war zufällig meinPlatz in der Fabrik, wo ich also naturgemäß die Ansichten jenerSchattirung in mich aufnehmen mußte. Es wird sich in der FolgeHerausstellen, wie lange jene frühen Eindrücke in mir nachklangenund in wie fern es überhaupt für bloße Taschentücher der MüheWerth war, Zeit und Gefühle an Interessen zu hängen, derenWahrung uns nun einmal durchaus nicht zusteht und worüber wiru»S selbst unter den günstigsten Umständen fast immer nur sehr zwei-felhafte Knude verschaffen können.
Diese Stimmung hatte zur Folge, daß die Nackiricht, wirstünden im Begriff, der unglücklichen Tochter Ludwigs XVI. in dieHände zu fallen — beträchtliche Aufregung und viel Mißvergnügenunter uns erregte. Trotz meiner großen Mäßigung in politischenNeigungen und Antipathien muß ich gleichwohl bekennen, daß ichVon einer gewissen politischen Aufregung nicht frei war, wie ich