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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Eitelkeit, der man nachhängen kann, ohne den Neid seiner Mitge-schöpfe zu erwecken, weßhalb ich sie zum wenigsten für höchst harm-los, wenn nicht gar für lobenswerth zu halten geneigt bin.

Es eristiren unter uns noch mancherlei Sagen aus der Zeitjener goldenen Tage, welche unsere Vorfahren auf den fruchtba-ren cisatlantischen Gefilden verträumten ein glückliches Geschlechtüppiger, in aller Fülle prangender Flachsstauden: doch ich übergehejene-Zeiten mit Stillschweigen, nur sey mir noch erlaubt, daraufhinzuweisen, wie die gütige Natur für die Glückseligkeit allerKreaturen so reichliche Fürsorge getroffen hat, daß jedes Wesen Ur-sache findet, sich seiner Erschaffung zu freuen und den göttlichen Ur-heber seines DaseynS auf die ihm eigenthümliche Art zu verherrlichen.

Nachdem die rechte Zeit gekommen war, wurde das Feld, aufwelchem meine Voreltern standen, geleert, derSaamen'in den Schwingenvon der Spreu gesäubert Und in Tonnen verpackt, worauf die ge-summte Erndte nach Irland eingeschifft wurde. Nun aber ereignetesich einer jener Zufälle, welche häufig die Geschicke von Pflanzenso gut wie die von Menschen entscheiden und der mich das Lichtder Welt als Normannin und nicht als Milesierin ^ erblicken ließ.Die Verschiffung meiner Vorfahren fand nämlich ein sehr aus-fallender Umstand auf einem englischen Fahrzeuge und zwar geradeum die Zeit statt, da der letzte Weltkrieg seinen Höhepunkt erreichthatte; das Schiff wurde auf der Heimfahrt von einem französischenKaper aufgebracht, der Leinsamen wurde vtrnrtheilt und verkauftund so fielen meine Ahnherrn in Bausch und Bogen einem Land-wirthe in der Nachbarschaft von Evreur zu, der mit solchen Arti-keln bedeutenden Handel trieb.

Ich kenne mehrere übelwollende Pflanzenkreaiuren, welche unsdiesen Verkauf als einen Mackel an unserer Familiengeschichte vor-

* Milesier werben die Irländer hier genannt, weil der TaufnameMileS"gleich dem ihres SchutzpatronsPatrick" in jenem Lande ungemein ver-breitet ist. D. U.