330
fünfundzwanzigjährigen Trennung wicderzusehcn. Das that ichdenn auch: sie wußte mir übrigens nur sehr wenig von meinerFamilie zu erzählen, doch erfuhr ich wenigstens zum ersten Mal,daß mein Vater in der Schlacht gefallen war. Wer oder was ergewesen, Habs ich immer noch nicht ausfindig machen können, undnur die wenigert Thatsachen, die ich am Eingang meiner Biographieerzählte, sind mir von meiner Kindheit her im Gedächtniß geblieben.
Die gütige Behandlung Kapitän Johnston's war mir stets infreundlicher Erinnerung geblieben, und der Zufall ließ mir einigeKunde über diesen Herrn zu Ohren kommen. Unser Vorsteherhatte mir nämlich die Aufsicht über die Bibliothek der Anstaltanvertraut und so hörte ich eines Tags einige der Besuchendenvon Wlscafset sprechen. Ich wagte es hierauf, mich nach meinemehemaligen Lehrherrn zu erkundigen und erfuhr zu meiner großenFreude, daß er nicht nur noch am Leben war, sondern sich auch einerguten Gesundheit und glänzender Umstände erfreute: ein Nesse vonihm sollte, wie ich zu meiner Uebcrraschung hörte, kaum eine Meilevon mir ansässig seyn.
Im September 1342 ging ich nach WiScasset, um KapitänJohnston zu besuchen, und wurde von ihm wie der reuige Sohnin der Bibel empfangen; der alte Herr und seine Schwestern schienensehr erfreut, mich wiederzusehen und ich erfuhr, daß Ersterer derSee Lebewohl gesagt hatte, aber immer noch SchiffSeigenthümerwar und ein stattliches Fahrzeug von fünfhundert Tonnen besaß,das bis auf diesen Augenblick den Namen unseres ehemaligenSchiffes, des „Sterling", trägt.
Ich blieb mehrere Wochen zu WiScasset; Kapitän Johnstonund ich sprachen während dieser Zeit natürlich sehr oft über dievergangenen Tage und ich erzählte ihm. daß, wie ich glaubte, auch einanderer ehemaliger SchiffSgenoffe von uns noch am Leben sey. Alser sich nach dessen Namen erkundigte, fragte ich ihn, ob er sich noch