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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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gewiß ebenso gut gefallen sollte. Dann verließ er mich, indem erdes Christen Wallfahrt mit sich nahm. Nach einer halben Stundebrachte mir ein Diener das versprochene Buch, welches DoddridgeSkise anck kroxross" * war und zwischen dessen Blättern ich beimUmschlagen einen mexikanischen Thaler eingeklebt fand.

Das Alles betrachtete ich als ein Werk der Vorsehung undals einen Beweis, daß Gott mich nicht verlassen werde: auch entsprachmeine Dankbarkeit, wie ich hoffe, diesen Gnaden-Erweisen des Höchsten.

Der ganze Haushalt des Negers schien aus religiösen Leutenzu bestehen, denn ich verbrachte die halbe Nacht mit den malahischenDienern in Gesprächen über das Christenthum, über welches sie schonmanche richtige Ansichten in sich ausgenommen hatten. Ich wußteWohl, daß mein Unterricht dem des Blinden glich, der einen andernBlinden über Farben belehren will; gleichwohl hatte er das Verdienst,daß er von Gott kam, wenn er auch in einer Weise gefaßt war,wie sie meinen demüthigen Ansprüchen an Seine Gnade am Bestenentsprechen mochte.

Am andern Morgen reichten mir diese Malayen ein Frühstückund trugen meine Kiste nebst meinen sonstigen Geräthschaften nach demvom Plato ausgesetzten Boote. Ich suhlte mich höchst glücklich, michabermals -unter meiner vaterländischen Flagge mit ihren Sternenund Streifen zu sehen, wo ich sehr gut empfangen, höchst menschen-freundlich behandelt wurde und etwa zwanzig Tage, nachdem ichan Bord gekommen war, nach Bremen unter Segel ging.

Ich konnte natürlich während der Reise nur wenig arbeiten,vermochte aus dem Verdeck nicht anders als herumzukriechen undkonnte bloS mit Nadel und Platen ** thätig sehn. VierzehnTage nach unserer Abfahrt von Batavia starb der Schiffszimmer-inann, ein geborner New-Dorker, mit dem ich zu lesen und zu betenversucht hatte, ohne daß er aber ein klares Bewußtsein seines wahren

* ,WachSthum und Fortschritt.* D. U.

' Eine Art von Fingerhut bei den Matrosen, D. U.