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Auch will ich nicht läugnen, daß ich zu den Rädelsführern in derganzen Sache gehörte, obwohl ich mir deutlich bewußt bin, keinenandern Beweggrund, als den Wunsch der Flucht gehabt zu haben. Eswar offenbare Meuterei, was wir vorhatten — und der einzige Falldieser Art, in welchen ich jemals verwickelt gewesen.
Ich habe schon tausendmal Grund genug gehabt, mich darüberzu freuen, daß der Anschlag gar nicht zur Ausführung kam, dennbei der feindseligen Gesinnung der Mannschaft gegen die Offiziere —besonders gegen die beiden Steuermänner — bin ich fest überzeugt,daß er eine fürchterliche Scene des Blutvergießens zur Folge ge-habt hätte. Ich dachte damals nicht daran und hoffte mit Zuver-sicht, unsere Flucht bewerkstelligen zu können, ohne auf Widerstandzu stoßen; aber wäre sie uns gelungen — welches Loos hätte wohlunser kleines Häuflein Matrosen getroffen, wenn wir in Schiffsbootenin einen englischen Hafen eingelaufen wären? Wahrscheinlich wärenwir als Seeräuber vor Gericht gestellt und auch einige, wenn nichtgar alle, zur Strafe aufgehängt worden.
Das Schiff war bereits an der Insel St. Paul vorüber, undwir warteten ungeduldig auf seinen Eintritt in die Sundastraße, alssich ein Vorfall ereignete, welcher der beabsichtigten Meuterei einZiel setzte und wie ich in Demuth hoffe, dem ganzen Strome meinesferneren Lebens eine andere Richtung anwies.
In einer stürmischen Nacht, als eben die Mittelwache aufge-rufcn wurde — das Schiff stand gerade unter dicht gereffte» Mars-segeln und hatte das große Segel völlig beschlagen — ging ichwie gewöhnlich aufs Verdeck au meinen Posten. Auf meinemWege zwischen dem Langbvot und der Kombüse mußte ich übereinige Stengen steigen, welche dort festgebundcn waren, und währendich eben auf dem Spierenhanfen stand, that das Schiff einen plötz-lichen Ruck, ich verlor das Gleichgewicht und fiel der ganzen Längenach auf meine linke Seite. Ich hatte eben die Arme in die Höhegehoben, um dort nach einer Handhabe zu greifen; so war mein