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gewiß die Offiziere fest genommen und das Schiff in den Hafen zu-rückgebracht haben. Zwar scheint die Peitschenstrafe für mancheNaturen unerläßlich, und ich will keineswegs behaupten, daß maueine Mannschaft wie die unsere ohne sie hätte zurecht bringen kön-nen; aber eben so gewiß ist auch wieder, daß man uns oft als Men-schen hätte behandeln dürfen, ohne daß ein Schaden daraus entstand.
Wie gesagt, der Tod dieses Mannes machte auf dem ganzenSchiffe einen sehr tiefen Eindruck: die Passagiere schienen schmerzlichdavon ergriffen und der Kapitän besonders schien die Sache sehr zubedauern. Er war vielleicht nicht im Geringsten zu tadeln, denn dieStrafe, welche er über den armen Teufel verhängt hatte, war ganzder Art, wie Schiffsherrn sie oft ihren Leuten diktiren: dagegenzeigte sich die Mannschaft gegen die beiden Steuermänner, von denenbesonders der Eine allgemein verhaßt war, auf's Tiefste ergrimmt.Was unser kleines Häufchen betraf, so begannen wir abermals einKomplott zu schmieden, um endlich des Schiffes los zu werden undkamen nach langer Berathung zu folgendem Entschlüsse.
Ungefähr ein Dutzend von uns nahm an der VerschwörungTheil, welche keine Seeräubcrei, überhaupt keine Gewaltthat beab-sichtigte, sofern letztere nicht durch die Selbstvertheidigung gebotenwürde — und eben so wenig auf Plünderung irgend einer Art ausging,so weit nämlich unser Zweck dies nicht unerläßlich machte. Währenddas Schiff die Straße von Sunda passirte, wollten wir so vieleBoote, als wir brauchten, in's Wasser bringen, dieselben mit Waffen,Lebensmittel und Wasser versehen und sodann das Schiff verlassen:unsere übrigen Kameraden, wenn sie nicht etwa zum größten Theilemit uns abzögen, würden, wie wir mit Zuversicht erwarteten, sichunserem Vorhaben wenigstens nicht widersetzen.
Ich sehe jetzt recht gut ein, daß dies ein verzweifelter, nicht zurechtfertigender Plan war, ich selbst aber war allmählig an Borddieses Schiffes zu einem verzweifelten Trotze getrieben worden undwollte lieber mein Leben wagen, als noch länger daselbst verweilen.