306
Ende der Reise, wenn man im Hafen angelangt war und ansbezahltwurde, hatten die meisten ihre volle Gesundheit wieder erlangt.Jetzt ist's. allerdings etwas besser, da die Leute sich nur im Allge-meinen für den Dienst ankverben lassen und gewöhnlich auf einemAufnahmeschiffe eine kurze Lehrzeit dnrchzumachen haben, ehe sie anBord eines Seefahrers versetzt werden. Daher kommt es denn,daß sie auf letzterem in etwas geordneterem Zustande als früheraulangen; aber auch jetzt noch sind sechs Monate auf einem KriegS-fahrzeuge genügend, um einen Matrosen zu einem ganz neuenMenschen umzugcstalten.
Ich bin weit entfernt, meine Nebelthatcn vor der Welt ver-bergen oder mich gar vor ihr weiß waschen zu wollen, bekennesie vielmebr in der Hoffnung, daß die Schilderungen, welche siedarbieten, auf die Besserung Anderer vielleicht einen heilsamenEinfluß ausüben mögen: so sagte ich oben, ich hätte mich durchmeine Trunksucht im Spital zu Pensacola einigermaßen in Miß-kredit gebracht — die Sache verhielt sich folgendermaßen.
Der Doktor, der sich fortwährend als mein Freund erwiesenund mir häufig den trefflichsten Rath ertheilt hatte, war in denNorden abgereist, um seine Frau nach Pensacola abzuholen. In Folgeder Verletzung, welche mich in das Spital gebracht hatte, hieltman mich dort zu einer Pension für berechtigt und der Doktor hatteversprochen, während seines Aufenthaltes zu Washington ein gutesWort für mich einlegcn zu wollen, hatte aber dieses sein Versprechennicht halten können, weil er gegen seine Erwartung gar nicht durchWashington gekommen war.
Ich bin nun einmal von Natur der Art, daß jeder Verdrußoder jede Enttäuschung mich gegen Alles gleichgültig macht undsogleich den Wnnsch in mir erweckt, mich so zu sagen an mir selbstzu rächen. Es ist dasselbe Gefühl, das mich von Halifax entfernt,dasselbe, das mich von dem Sterling vertrieben und all' mein.