war, bestand darin, daß ich mein Herz schon wesentlich umgestaltetglaubte, während ich bis jetzt bloS durch die Umstände zum Nach-denken, durch das Nachdenken aber zu ernster Würdigung vonDingen geführt worden war, welche ich früher mit Leichtfertigkeitabgewiesen hatte: so war mir die Gnade Gottes fortwährend nochfern, indem ich den Lehren und Beweisführungen des Hofmeistersund seines großen Propheten und Meisters, Mr. Paine's, als trau-rige Beute überlasten blieb.
Im Spital und an einem Orte wie Pensacola fand ich nurwenig Beranlafsung in meine früheren Ausschweifungen zurück zuverfallen, wiewohl ich ein oder zwei Mal sogar hier dem Rnmnicht widerstehen konnte und mich dadurch bald in einigen Miß-kredit brachte. Im Ganzen aber hielt mich die Disciplin, meineLage, so wie mein eigener Wille so ziemlich in der Ordnung.
Ueberhaupt ist es einzig und allein der auf Schiffen eingeführteZwang, welcher die Matrosen vor einem viel früheren Tode be-wahrt, als er sie sonst wohl treffen würde; denn so viel ist gewiß,daß kein Mensch cs lange auShalten könnte, wenn er jedes Jahrdrei bis vier Monate hindurch Ausschweifungen nachhängen wollte, wieich mich ihnen nach meiner Rückkehr von größeren Reisen zuöfteren Malen überlaffen habe. Dies ist einer der Vortheile desSeelebenS, denn zwei bis drei Tage der Schwelgerei sind alles,wozu unser Einer nach einer dreijährigen Kreuzfahrt in der Regelgelangen kann.
Wer je einmal, besonders in früheren Zeiten, auf Kriegs-schiffen gewesen ist, hat gewiß Gelegenheit gefunden, die Folgenwahrzunehmen, welche das dort beobachtete System und die regel-mäßige Lebensweise auf die Mannschaft äußert. Im Anfang,wenn die Leute an Bord kamen, waren sie vor lauter Ausschwei-fungen ganz abgestumpft, fast ohne Leben, und einige mochtenwohl an den „Schauern* leiden — wenige Woche» regelmäßigerLebens-Ordnung aber genügten, um alle wieder aufzurichten und amNcd Mhers. 20