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dadurch zu bessern und die nächste Folge davon war, daß ich dasTrinken aufgab und auch mein Fluchen und Schwören ablegte.
So mochten mehrere Monate verflossen seyn, während meinGeist jeden Tag mit größerem Ernste nach Veredlung meiner Sitt-lichkeit, wenn auch nicht nach lebendiger Religiosität, strebte, als ichdie Bekanntschaft eines neuen Hausmeisters machte, welcher ebenerst im Spitale angekommen war.
Dieser Mann zeigte sich sehr bereitwillig, sich über die Bibelmit mir zu unterhalten, doch konnte ich bald gewahr werden, daßer ein Deist war. Trotz meines Dranges, über meine wahre Lagemit Eifer nachzudenkcn, hegte ich doch über die Lehre, welche denErlöser zu Gottes Sohn machte, gar mancherlei Zweifel: sieschien mir durchaus unwahrscheinlich und ich gerieth in jene beiAnfängern so häufig vorkommende Gefahr, daß ich zu selbstgenüg-sam wurde und den Mangel an Glauben durch menschliche Weis-heit ersetzen wollte.
Der Hausmeister hatte bald meinen Zustand ausfindig gemachtund gab mir nun einige von Thomas Paine'S Werken in die Hand,um mich noch mehr im Unglauben zu bestärken. Statt der Bibellas ich nun Thomas Paine und konnte bald den Beweis von denschlimmen Wirkungen eines elenden Systems an mir selbst verspüren,denn mit meiner Sittlichkeit ging es bereits wieder den Krebsgang:ich fing an wie früher zu trinken, ohne mich jedoch zu berauschen,und meine Bibel, mein Gebetbuch waren mir in Kurzem wiedereben so gleichgültig wie meine ganze Zukunft geworden. Ich fingan mich dem Glauben zu überlassen, man müsse sich der Güter dieserWelt erfreuen und wer seine Zeit in dieser Weise am besten benütze,der sey auch von Allen der Weiseste zu nennen.
Auch muß ich gestehen, daß die schlimmen Beispiele, welcheich von manchen Menschen, die doch auch Christen seyn wollten,vor Augen sah, sehr viel dazu beitrugen, mir die Religiongänzlich zu entleiben. Der große Jrrthum, in dem ich befangen