302
gleicher Zeit mit uns herüber versetzt, ohne aber die ganze Reisemit uns durchzumachen.
Im Ganzen blieb ich drei Jahre auf der Westindischen Station,mußte aber während dieser Zeit in Folge eines Beinbruchs mehrereMonate im Spitale zubringen. Unsere Fregatte ging über dieZeit meiner Dienstunfähigkcit in See und mußte mich also alleinzurücklassen; nach ihrer Rückkehr wurde ich als invalider Matroseauf dem „Lcvant" nach Haus geschickt, welcher von Kapitän Paul-ding, abermals einem soliden, trefflichen Offiziere, befehligt wurde.
Neberhanpt war ich mit meinen Offizieren sehr glücklich unddie Behandlung auf der Fregatte nur gut und gerecht. Auf derConstellation war der Dienst sehr hart und hatte viel Aehnlichkeitmit dem Soldatcndienst, was für Solche, die daran gewöhnt find,recht gut seyn mag, uns Blaujacken aber immer sehr sauer ankommt.Kapitän Mir, mit welchem ich die Expedition auf den Seen mit-gemacht hatte, führte auf unserer Station das Kommando derKriegsschaluppe „Concord" und halte nur zeitweise während Com-modore DallaS' Abwesenheit unser eigenes Schiff zu kommandiren.So trifft es sich oft, daß alte Schiffsgenoffen nach Jahren derTrennung plötzlich wieder zusammen geführt werden.
Im Spital wurde ich zum Thorwächter bestimmt; die KapitäneBolton und Latimer waren meine konunandirendcn Offiziere, Elfte-rer als Direktor des Arsenals, Letzterer als dessen Stellver-treter. Von diesen beiven Herren hatte ich mich so vieler Gunst-bezeugungen zu erfreuen, daß es höchst undankbar von mir wäre,wenn ich ihrer hier nicht gedenken wollte. Auch Dr. Terrill, derSpitalarzt, war äußerst freundlich gegen mich, so lange ich michunter seiner Behandlung befand.
Da ich in dem Hospitale viele freie Zeit für mich hatte, soübernahm ich die Besorgung des Gartens und versuchte mich einwenig im Gärtnerhandwerk. Man rühmte von mir, daß ich denschönsten Garten in Pensacvla besitze, was auch vollkommen richtig