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Eddystone vorüberfuhren, da der Kapitän sonst nicht windwärts da-von zu gelangen versucht haben würde; mir aber kam es vor, alsob wir dem Niesenfelsen furchtbar nahe wären. Die See brach sichan dem Leuchtthurm mit schrecklichem Ungestüm und man konnte ganzdeutlich sehen, wie die Wogen an der Laterne vorbeischoßen. Endlichkamen wir aber glücklich vorüber, indem wir stets langsam weiterschritten, wiewohl unsere Abtrift sehr bedeutend gewesen sehn muß.
Die Gefahr war aber noch nicht vorüber, denn wir hatten nochimmer Start Point und die westwärts davon gelegene Landspitze zuklarsten, welche beide eine ziemliche Strecke seewärts und nur einwenig nach der Leeseite zu lagen. Bei ruhiger See und einer kräfti-gen Vollsegelbrise wäre es ein Leichtes gewesen, von Eddystone ausmit Südwestwind um Start Point herum zu kommen; bei solcherBö aber, und besonders zur Fluthzeit, war es immerhin eine höchstbedenkliche Aufgabe; auch weiß ich gewiß, daß alle Matrosen, vornund hinten, unsere Lage als äußerst gefährlich betrachteten.
Wir verbrachten ein paar höchst unbehagliche Stunden, nach-dem wir das Feuer von Eddystone aus den Augen verloren hatten,bis wir endlich das Land in der Nähe von Start Point zu Gesichtbekamen: die Anhöhen glichen einer finsteren Wolke, welche überuns hereinhing, und das erstemal, als mich dieser Anblick überraschte,gab ich das Schiff völlig verloren.
Der Kapitän und der Steuermann berathschlagten jetzt zu-sammen, und Letzterer kam mit ruhiger, fester Miene auf uns zu.
„Kommt, Jungen," sprach er, „wir können eben so gut mitals ohne Masten an's Land geworfen werden, und unsere einzigeHoffnung ruht nun darin, daß wir mehr Segel als bisher einsetzen.Wir müssen beidrehen und das Schiff in Leinwand hüllen."
Es bedurfte nur dieses Winks, um Alles in Bewegung zubringen und das Borden des Focksegels war das Erste, was wirunternahmen; die Hörner desselben wurden mit einer Kraftanstrengungherabgezogen, als wenn Segel und Schooten von lauter Riesen gehand-