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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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beim Scourge der Fall war, so würde unser Schicksal wahrschein-lich in wenigen Minuten entschieden gewesen sein, denn bei demdamaligen Zustande der See wäre eS in einer halben Stunde mitunserer Brigg zu Ende gegangen.

Was meine Reue betrifft wenn ich dieses Wort bei einersolchen Beranlaffung und für ein derartiges Gefühl gebrauchendarf so kann ich versichern, daß sie weit dauernder war, alssonst bei mir der Fall zu seyn pflegte. Ich bin seit der Zeit niewieder so abscheulich ruchlos gewesen und oft, wenn ich im Begriffestand, meiner Leidenschaft auf so empörende Weise den Lauf zulassen, kam mir jener Augenblick wieder in'S Gedächtniß, wo ichvoll peinigender Zerknirschung ans den Bätingen gestanden meinGelübde trat mir wieder vor Augen und ich hoffe, beides vereintist nicht ohne Nutzen für mich gewesen, bis ich endlich dazu ge-langte, die Jrrthümer meines Lebens zu erkennen und einzusehen,wie nöthig ich hatte, alle meine Sünden der barmherzigen Vermitt-lung meines Erlösers anheimzugeben.

Diesmal fröhnte ich im Hafen nicht mehr derselben Sorg-losigkeit und Zügellosigkeit, wie ich dies während der letzten Jahrein der Gewohnheit gehabt hatte. So trat ich denn auch, noch eheall mein Geld verbraucht war, an Bord deSHenry Kneeland" inDienste, welcher über New-Orleans nach Liverpool abgehen sollte.

In ersterem Hafen angekommen, sahen wir uns plötzlich voneiner ganzen Schaar von Landhaistschen, in der Gestalt von Ma-trosenwirthen umlagert, welche uns vor stellten, wie sehr wir unsereLage verbessern würden, wenn wir von unserem Schiffe entliefen,statt auf demselben weiter zu segeln.

Wir schenkten diesen Mährchen Gehör und folgten einstimmigihrem Rathe. Was die Sache aber weit schlimmer nnd unsereAusführung noch unverantwortlicher machte, war, daß wir auf demHenry Kneeland guten Lohn und gute Behandlung genoffen hatten.Unsere Verführer kamen in der Nacht mit zwei Booten heran,