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dies bei Leuten, die sich keinen Zwang auferlegcn, wenn sie von ihrerLeidenschaftlichkeit hingerissen werden — nur gar zu häufig vorkommt.
Ich glaube das Uebermaaß meiner Flüche und Verwünschungenhatte die Offiziere für diesmal erschreckt, denn sie sprachen keinWort, sondern ließen mich nach Herzenslust fortflnchen und aus-toben. Eine so zwecklose Aufgabe bekommt man aber bald satt
und der Sturm endigte gleich einem Gewitter am Himmel mitschwachem Gemurmel. Ich kümmerte mich später nicht mehr vielum die Geschichte und bis zum Mittag ging Alles seinen gewöhn-lichen Gang.
Als aber die Leute beim Essen saßen, kam der Steuermannabermals herbei und forderte alle Matrose» auf, die Segel zu
kürzen. Sobald ich auf's Verdeck heraufkam, gewahrte ich hinten
im Spiegel eine höchst bedrohliche schwarze Wolke und machte michaugenblicklich freiwillig an die Arbeit, um eine Pflicht zu erfüllen,deren Nothwendigkeit Jedermann einsehen mußte.
Die Leinwand wurde so rasch als möglich eingenommen; nochehe wir aber ganz damit fertig werden konnten und während icheben mit dem Beschlagen des Focksegels beschäftigt war, kam einWindstoß über die Brigg hereingebroche», welchen ich eigentlichrichtiger den Schweis eines Orkans nennen dürste. Unser Scgel-werk wurde großentheils von den Beschlagseisingcn loSgeriffcn undzerfetzt; nur das Fock- und Vormarssegel vermochten wir zu retten,die leichteren gingen alle zu Grund.
Ich stand noch auf einer der oberen Spieren, als die Briggendlich beidrehte; so wie sie in den Wind kam, stürzte die Vor-inarSstenge, am Eselshaupte abgeknickt, leewärts über Bord; dasTauwerk folgte und begann gegen die Backbordseite der unterenTakelage anzuschlagen. In diesem Augenblicke schien eine Wogedie Brigg gerade unter ihrem Flach zu treffen und sie auf ihreBalkencnden zurückzuwerfen.
Dies Alles däuchte mir das Werk einer einzigen Minute. Ich