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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
279
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er war durch die Seeräuber in nicht geringe Verlegenheit gerathenund hatte sich fortwährend versteckt gehalten, so lange sie in unsererNähe gewesen waren.

Scchszehntes Kapitel.

Unsere Heimfahrt von Para war ganz günstig zu nennen,bis unsere Brigg in die Breite von Bermuda gelangte. Hier ge-schah es eines Morgens, daß unsere Vormittagswache mit Aus-nahme der Sonntage zum ersten Male, seitdem ich auf demSchiffe diente die Erlaubnis; erhielt, unter'S Deck gehen zudürfen. Ich benützte diese Gelegenheit, um etwas für mich selbstzu arbeiten, als plötzlich der Untersteuermann, ein unerfahrenerjunger Mann, der mit dem Eigenthümer verwandt war, zu unsherabkam und uns befahl, das Gieksegel durchkaien zu helfen: zwarwar'S noch Zeit genug, dies während der Wache zu besorgen, in-dessen war der Steuermann hierin anderer Ansicht.

Als ein alter Seemann nehme ich keinen Anstand zu behaupten,daß der Befehl nicht nur unüberlegt, sondern auch unnöthig war,will mir übrigens keineswegs den Anschein geben, als ob ich meinBenehmen bei dieser Veranlassung hiedurch rechtfertigen wollte; einhitziges Temperament ist nun einmal leider eine meiner eingefleischtenSchwächen und ich wurde zu jener Zeit in meinen Aeußerungendurch keinerlei moralische Rücksichten zurückgehalten. Ich fühltemich durch diese Unterbrechung unserer Ruhe höchlichst empört undzögerte auch nicht, dem Steuermann über seinen Befehl meineMeinung zu sagen; durch meine eigenen Beschwerden mich immermehr erhitzend, wurde ich bald unmäßig unverschämt und heraus-fordernd, verfluchte die Brigg nebst Allem, was dazu gehörte, undwünschte sogar, daß die See sie verschlingen und uns Alle auf demGrunde des OceanS vor Anker legen möchte mit einem Wort,ich ließ meiner ohnedies losen Lästerzunge den Zügel schieße», wie