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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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an dessen Bord Dienste nehmen wollte; als ich aber erfuhr, daster nach dem Mittelmeere abgegangen war und ich demnach dochnicht unter seinen Offizieren, die ich nun einmal kannte, segelnkonnte, so sah ich mich nach einem andern Kauffahrteischiffe umund fand eine Brigg, NamensAmalia", welche nach Bordeauxbestimmt war und auf der ich mich als Vorkastell-Jack einschiffte.

Wir waren noch im Herbst, allein die Amalia hatte gleichwohl eineschlimme Ausfahrt, da ste einen starken Leck bekam, der uns fast immeran die Pumpen spannte eine Beschäftigung, welche dem Ma-trosen nichts weniger als lieb ist, ja, ich glaube sogar, daß esauf der ganzen Welt kein abscheulicheres Geschäft gibt, als einsolches leckes Schiff durch Pumpen stott zu erhalten. Nichts alsdie Furcht vor dem Ertrinken sollte einen Mann so weit bringenkönnen, doch gibt es auch Manche, die sich zur Rettung ihresEigenthumS dazu entschließen. Ich meinestheils weiß kaum, ob icheS der Mühe Werth hielte, zur Erhaltung aller Summen, die ichjemals besaß oder später voraussichtlich besitzen werde, auch nurauf vier und zwanzig Stunden eine harte Pumparbeit zu übernehmen.

Nach einer langen Ueberfahrt bekamen wir endlich den Cor-douan^ zu Gesicht, konnten aber bei dem heftigen Landwind, dergar nicht aufhöre» wollte, fast vierzehn Tage lang nicht cinlaufen; keinLootfe mochte sich heraus wagen, und wenn er's auch gethan hätte,so würde es uns nichts genützt haben.

Endlich sprang der Wind um, so daß wir in den Fluß ein-laufen und den Hafen von Bordeaux erreichen konnten, wo wireine Netourfracht von Branntwein einnahmen und dann den Rück-weg nach Philadelphia antraten. Auch dieser war stürmisch undlangwierig, und als wir endlich die beiden Kap's erreichten, trafuns ein Lootse mit der Nachricht, daß wir zu spät daran sehen,

* I,l> war So ctourSu-ln ein Leuchtthurm auf einer kleinen Insel amAusguß der Garonne. D. U.