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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Leute vermögen oft eben so viel Unheil in der Welt anzurichten,wie übelgesinnte Schurken. Die Philanthropen aus dieser Schulesollten ja nicht vergessen, daß wenn die Farbe auch kein Grund ist,um einen Menschen zu verdammen, sic ebenso wenig die Ursachesehn darf, dem, der sie trägt, jedesmal Recht zu geben.

Der Prozeß trieb mich in sehr kurzer Zeit abermals in See,und da ich keinen besseren Posten fand und über die Blindheit derRechtspflege höchlichst erbittert war, so ließ ich mich auf demSu-perior", einem Ostindienfahrer von vollen achthundert Tonnen Gehalt,als Vormarsmatrose nach Canton einschreibe».

Was Wetter und wohl auch Lebensweise anbelangte, war diesdie vergnügteste Seefahrt, die ich jemals auf einem Kauffahrtei-schiffe mitgemacht hatte; auf der Heimreise verloren wir zwar un-sere Oberbramstengen, dies war aber auch der einzige Unfall,der uns begegnete. Das Schiff war neun Monate unter WegS;die Ueberfahrt von Whampoa nach dem Kap hatte ein und neunzigTage gedauert.

Bei unserer Rückkehr fand sich, daß die Eigenthümer desSchiffes fallirt hatten, so daß für den Augenblick kein Geld auS-bczahlt werden konnte. Im Hafen zu bleiben und den Prozeß ab-zuwarten, war langweilig, weßhalb ich einem Anwälte meine Voll-macht zurückließ und mich an Bord eines Schooners, NamensSophia", der nach Vera Cruz bestimmt war, aber nnr als Vor-marsgast einschiffte.

DieSophia" war ein Klipperschiff und ging in wenig Tagenunter Segel. Bei unserer Ankunft zu Vera Cruz fanden wir dieStadt beinahe ganz verlassen; unsere Ladung wurde, da sic für alleKlaffen von Käufern eingerichtet war, sehr unregelmäßig, einmalbei Tag, ein andermal bei Nacht an'S Land geschafft und sobaldwir damit fertig waren, segelten wir nach Philadelphia zurück, wowir nach einer Abwesenheit von nur zwei Monaten wieder anlangten.

Jetzt erhielt ich auch meinen Lohn für die Cantoner Reise,