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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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welcher aber blas auf vierzehn Tage ausrcichte, sv daß ich michsehr bald wieder in See begeben und mich diesmal auf derCalc-dvnia", abermals nach Canton, cinschisfen mußte. Die Reise dauerteeilf Monate, hatte aber, wie die meisten Reisen nach China, nichtsErhebliches in ihrem Gefolge; auch diesmal verloren wir unsereBramsegel, was übrigens jenseits des Kaps keineswegs unter dieSeltenheiten gehört, lieber das Schiff oder die darauf üblicheBehandlung wüßte ich eben nicht viel Rühmliches zu sagen.

Kaum war ich nach Philadelphia zurückgekehrt, als mein Geldwieder auf dem früheren Wege verloren ging; meinen guten reli-giösen Freunden, bei denen ich früher gewohnt hatte, machte ichWohl noch gelegentlich einen Besuch, aber ihre Lehren hatten jedenEinfluß auf meine Lebensweise verloren.

Sobald ich dazu genöthigt war, nahm ich Dienste auf demDelaware", der nach Savannah und Liverpool abgehen sollte.Nach der in den südlichen Ländern herrschenden Weife verließ ich diese»Schiff plötzlich zu Savannah, ohne ihm übrigens etwas schuldig zuseyn, mußte aber dabei meinen Paß in den Händen des Kapitänszurücklaffen. Ich hatte hiezu keinen anderen Grund als meineLaune, denn die Behandlung war vortrefflich, der Lohn sehr be-deutend aber ich wollte nun einmal davon laufen. So langeder Delaware im Hafen verweilte, blieb ich hübsch in meinem Ver-steck; sobald er aber abgesegelt war, zeigte ich mich inder Welt"und spazierte mit dem Hochmuthe eines SchiffSeigenthümers aufden Werften umher.

Ich kam nun an Bord derTobacco Plant",* eines nach Li-verpool und Philadelphia bestimmten Schiffes; mein Monatssoldwar hier um zwei Thaler geringer, die Behandlung schlechter undGrog bekamen wir gar nicht das hatte mir also diese südlän-dische Mode eingetragen! Die Reise verlief übrigens ohne ein be-rnerkenswerthes Ereigniß.

» Tabackpffanze.

D. U.