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der Geiz hatte mich für die ernsten Erfahrungen meines Berufesblind gemacht.
Den ganzen Weg von New-OrleanS bis Philadelphia hatteich mich mit dem Gedanke» beschäftigt, wie ich meine vierhundertDollars zu meiner wahren Befriedigung verwenden wollte. Ichlebte denn auch zwei Monate lang ganz anständig, nicht in einerHerberge, sondern im Kreise einer Familie, und hatte sogar ange-fangen, in die Kirche zu gehen, da meine Hausfrau ein sehr from-mes Mitglied der deutsch-reformirten Kirche war, während ihrMann zu den Nnivcrsalisten gehörte. Ich muß sagen, daß mir desLetzteren Lehr- am Besten gefiel, da sie „für die ganze Kreuzfahrtruhiges Wasser" gewährte. Ich ging gewöhnlich des Morgens mitdem Manne in die Kirche, was mir freilich jetzt nicht anders vor-kommt, als ob ein armer Teufel mit aller Mühe in den Hasen zusteuern suchte und statt dessen zwischen Untiefen gericthe. Von meinerHausfrau erhielt ich dann noch außerdem manchen guten Rath,was auch in soweit Eindruck auf mich machte, daß ich meine Auf-führung in etwas änderte, obgleich ich nicht sagen kann, daß meinHerz wirklich davon berührt ward; ich wurde beträchtlicher in mei-nem Wesen, erwarb mir bessere Manieren, ohne übrigens meineSünden übermäßig zu bereuen, und verlebte auf diese Art diebeiden Monate, welche ich am Lande zubrachte, weit gesetzter undvernünftiger, als ich dies von der Stunde an, da ich auf dem Sterlingdavon lief, mir noch jemals nachzurühmen vermochte.
Der „James" lag noch immer einiger Ausbesserungen halberzu Philadelphia vor Anker, wo er eine Fracht Mehl erwartete, undals er endlich zum Auslaufen bereit war, schiffte ich mich abermalsauf ihm zu einer Reise nach St. Thomas ein. Bei meiner Ab-fahrt konnte ich neberl dem Gelde, das ich zur See mit mir nahm,noch nahe an hundert Thalern am Lande znrücklassen und dies Allesdankte ich der guten Gesellschaft, welche ich diesmal bei meinemLandaufenthalte gewählt hatte. — Zu St. Thomas luden wir aus