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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
249
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den Eigensinn gebrochen und so oft er sich nicht ganz in der Ord-nung benahm, pflegte der Kapitän ihn damit zu bedrohen, daßer mich hinter ihn schicken werde. Letzterem, sowie dem Steuermannhatte ich die ganze Geschichte eingestanden und Beide hatten herz-lich über den Vorfall gelacht, obwohl ich mir im innersten HerzenGlück dazu wünschte, daß die Sache nicht schlimmer abgelaufen war.

Die Brigg nahm zu Guayaquil eine Ladung Kakao ein undging dann nach Cadir unter Segel. Die Hinfahrt war sehr schön,da wir in der Mitte des Sommers um das Kap Horn herumkamenund dasselbe sogar mit eingesetzten Bramsegeln umschiffen konnten.Das Wetter blieb so ausnehmend günstig, daß wir uns nahe amLande hielten, um die dortigen Strömungen zu benützen, nachdemwir, wie mir schien, nur auf eine Meile Entfernung vom Landegewendet hatten. Uebrigcns dauerte auch die Rückfahrt nach Cadirgegen hundert und ein bis zweiundvierzig Tage, im Ganzen alsofast eben so lang wie die Hinreise, von welcher sie sich nur durchdie weit günstigere Witterung unterschied.

Die Franzosen hatten Cadir eben in Besitz genommen, alswir daselbst einliefen, so daß wir die weiße Flagge von den Thür-mcn wehen sahen. Wir blieben hier einen Monat liegen, und,gingen dann nach Gibraltar, wo wir etwa eine Woche verweilten,um daselbst einige Thaler einzuziehen und sodann mit Ballast nachNew-OrleanS zurückzusegeln.

Da ich mich auf zwei und zwanzig Thaler des Monats ge-standen hatte, so bekam ich ein hübsches Sümmchen zusammen, so-bald wir unser» Hafen erreicht hatten, und ich fühlte jetzt eineunwiderstehliche Sehnsucht, dieses Geld erst zu verschwenden, ehe ichwieder zur See ginge. Man wollte mich zwar auf der Brigg be-halten, welche dieselbe Reise von Neuem antreten sollte, ich konntemich aber nicht dazu entschließen, mit einer Tasche voll Geld den-selben langen Weg abermals zurückzulegcn. Ich hatte nun so viele