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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Wir nahmen nun Ballast ein und fuhren nach Guayaquil hinab,Iva mir etwas zusticß, was mir von Allem, was ich jemals erlebte,die ernstlichste Neue hätte verursachen können.

Unser Proviantmcister war nämlich ein portugiesischer Negervon dem boshaftesten, lasterhaftesten Charakter, so daß die meistenMatrosen und sogar die Offiziere förmlich Angst vor ihm hatten. EinesAbends waren der Kapitän und der Hochbootsmann beide am Land,ich selbst saß müßig auf dem Deck und bekam plötzlich Lust zu einemGlas Grog, weßhalb ich dem Proviantmeister befahl, mir einsolches zu füllen und heraufzubringen.

Der Bursche behauptete aber, der Kapitän habe die Schlüsselmitgenommen und es sey also kein Punsch zu haben, ein Fall,der mir sehr sonderbar vorkam und mich was wohl sehr na-türlich war nicht wenig ärgerte. Ich war auf dem Fahrzeugniemals betrunken gewesen, gehörte überhauptin einem Sinnewenigstens durchaus nicht zu den Trunkenbolden, da ich nurselten zuviel trank, wenn ich nicht etwa am Lande an einer Lust-barkeit Theil nahm.

Während ich so dasaß und über den eingebildeten Schimpf nach-brütete, stieg mir plötzlich der Geruch von Rum in die Nase undals ich durch die Lucke hinabschaute, sah ich den Proviantmcistergerade ein Gesäß vorübertragen, das mit diesem Getränke ange-süllt war.

Da übernahm mich der Zorn, ich lief hinunter, packte denBurschen wie er eben aus der Kajüte hcraustrat und stellte ihn sogleichüber seine Frechheit zur Rede. Der Teufelskerl führte ein Messerin der Seitentasche; eine höchst gefährliche Waffe, welche ansder Brigg schon manche Unbehaglichkeit veranlaßt hatte; sobald ichsah, daß er danach griff, hob ich ihn rasch in die Höhe, ohne einenAugenblick mit Streiten zu verlieren nnd warf ihn mit aller Ge-walt zu Boden, wobei er gerade auf den Kopf stürzte.

Da lag nun der Schlingel wie ein Stück Holz, alle meine