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wo ich sogleich einen Kessel mit gekochtem Reis entdeckte, über denich mich mit der Gier eines Geiers herstürztc. Die Neger glaubten,ich könnte mir dadurch schaden und wollten mir die Speise aus derHand nehmen; ich ließ sie aber nicht mehr los und in meinem gan-zen Leben genoß ich nie ein köstlicheres Mahl als dieses Reisgericht,von dein ich meinem Gefährten gleichfalls eine hübsche Portionabtrat, ohne daß dieser Genuß üble Folgen für uns gehabt hätte,da wir noch nicht so lange gefastet hatten, daß unser Magen be-deutend geschwächt worden wäre. — Nach diesem herzhaften Mahlelegten wir uns beide aus den Kajütenbodcn nieder und überließenuns dem Schlummer.
Gegen acht Uhr Abends erreichte» wir die Werfte. Schonbei der Barre war der Schooner von einem Fahrzeuge angerufeuworden, das den „Governor Ruffel" aufzusuchen bestimmt war; dieSchwarzen beschrieben der Mannschaft die Stelle, wo das Wrackzu finden sey uno jene liefen sofort in die See hinaus.
Ich fühlte mich kräftig genug, um allein nach meiner Herbergezu gehen, wo ich mich abermals „unter Quarantäne" legte. Der„Governor Ruffel" wurde aufgefunde» und am Schlepptau in denHafen bugfirt, worauf er ausgebeffert ward und wie früher den Handelnach Buford fortsetzte, ohne daß ich weder ihn noch seinen Kapitänwieder zu Gesicht bekommen hätte. Auch von dem Neger, der mitmir gerettet worden war, trennte ich mich auf der Werfte uud habespäter nie mehr etwas von ihm gehört — das ist das Leben einesSeemannes.
Ich fürchtete mich noch immer vor den KonstabelS, bcruhigtemich aber wieder durch den Gedanken, daß in dem letzten Sturmeso manche weit wichtigere Schiffe beschädigt und so viele Menschen-leben zu Grunde gegangen waren, daß von der Rettung des „Go-vernor Ruffel" nur wenig gesprochen wurde. UeberdieS kannteman mich auf jenem Schooner nicht bei meinem Taufnamen, und