deßhalb eine Schuld beimeffen zu wollen. Allein der Eigenthümerdes Schwarzen betrachtete diesen, wie man etwa einen Miethgaulbetrachten würde, welchen Einer lahm oder gar todt geritten hat— er kam auf unfern Schooner und als er hörte, daß es um seinenSklaven geschehen sey, schwor er hoch und theuer, ich sollte den-selben bezahlen!
Den Kaufpreis eines athletischen „Niggers" zu entrichten, waraber für mich noch weit unmöglicher, als dieß bei dem großen StaatePennsylvanien- mit Heimzahlung der Interessen seiner Schuld derFall zu sehn scheint und da ich nichts mit einem Prozesse zu schaffenhaben mochte, so brachte ich noch am selben Nachmittag mein bischenEigenthnm an Bord eines anderen Schiffes, auf welchem ich michfür meine Ueberfahrt nach New-Dork als Untersteuermann verdingte.
Das Fahrzeug, an dessen Bord ich nun gerieth, war der„Commodore RodgerS," welcher regelmäßig zwischen beiden Häfenhin- und herging. Am nächsten Morgen fuhren wir ab und dasVormarssegcl mußte dem Niggerbcsitzer meine Antwort geben.
Der Bestehder * des Schiffs — ein Mensch, der die Steuer-männer sehr grob zu behandeln gewohnt war — befand sich ebenan Bord und benahm sich bei dieser Veranlassung so impertinentgegen unfern Hochbootsmann, baß ich diesen laut darob tadelte,weil er sich die Grobheit gefallen ließ. Dies hatte jedoch keineweiteren Folgen, obwohl ich den Charakter eines Mannes, der sicheine solche Sprache erlaubte, unmöglich vergessen konnte.
Nach unserer Ankunft zu New-Vork nahm unser erster Steuer-mann den Abschied, worauf seine Stelle mir angeboten wurde. Es warzwar ziemlich gewagt, nach Charleston zurückzukehren, aber derLohn war gering, die Geschäfte standen schlecht, zu New-Dorkherrschte überdies noch das gelbe Fieber, und ich dachte, mit einigerVorsicht könnte ich meinem „Niggereigenthümer" schon aus den Augenbleiben, so daß ich mich endlich entschloß, das Anerbieten anzunchmen.
» Derjenige, der ein Schiff bauen läßt. D. U.