hie und da von ihrer Haut zu bemerken war, auf ihre wahre Farbeschließen konnte — so fand sich denn auch, daß kein einziger Negerunter ihnen war.
Der Bursche, welcher die Brefockfallen durchschnitt, konnte un-möglich ein Spanier seyn; das Segel war nämlich nicht sobaldherabgefallcn, als er das Messer am oberen Räume unterhalb desLcicks* ansetzte, wie wenn er die Leinwand mit möglichst geringerMühe abschnciden wollte. Ich stand in der Nähe und fragte ihndeshalb, warum er das Segel zerstöre? Wenn er es brauche, warumer es nicht lieber ganz mitnehme?
Auf dieses drehte, er sich rasch nach mir um, schwang seinenArm und versetzte mir einen heftigen Stoß mit seinem furchtbarenMesser. Die Spitze der tüdtlichen Waffe streifte qner an meinemBrustbeine vorüber.
Zeh fiel, theils in Folge des heftigen Stoßes, theils aus List,da ich es für das Sicherste hielt, mich geradezu auf den Rückenzu legen. Um seinen wüthcnden Angriff zu vollenden, traktirte michder Wütherich auch noch mit einigen derben Fußtritten und ver-schiedenen Flüchen in gebrochenem Spanisch. Ich hatte natürlichEnglisch gesprochen und daß er mich verstand, war an dem Aus-druck seiner Mienen, sowie an seiner Handlungsweise deutlich genugwahrzunehmen.
Meine Wunde war nicht gefährlich, blutete aber so stark, daßHemd und Beinkleider ganz mit Blut bedeckt wurden, nicht anders,als ob ich gerade in'S Herz getroffen worden wäre; ein oder zweiZoll tiefer in der Richtung des Messers würden mich auch sicherlichum'S Leben gebracht haben.
Wie dieser Auftritt für mich geendet haben möchte, weiß ichnicht, wenn nicht einer der Seeräuber in diesem entscheidenden Augen-blicke herbeigekommen wäre und der Wuth meines Feindes durch
» So nennt man das obere Tau, welches ein Segel umspannt und andem die Kante» des letzteren befestigt find. D. U.