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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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Vorkommen sah, allein der Kapitän beharrte darauf, sie für Schild-kiötensänger anzusehen.

Das Baut ruderte mittlerweile immer näher, bis esHandüber Hand" in gleiche Höhe mit uns kam, worauf die Bursche einhitziges Feuer gegen uns eröffneten, wodurch sie unsere Mannschaftvom Verdeck verjagen wollten. Diesen Zweck erreichten sie wirklich,denn sämmtliche Matrosen rannten in das Voikastell hinab, derSchiffsjunge stellte sich auf die Kajütentreppe, so daß außer demKapitän, dem alten Franzosen und mir selbst keine Seele auf demVerdeck zurückblieb.

Was die Andern am Bord des Schooners thaten, währenddie Seeräuber neben uns anlegten und zur Belustigung ihr hef-tiges Feuer gegen uns fortsetzten weiß ich nicht; ich selbsthielt es für das Gerathcnste, mich hinter dem Fockmaste niederzu-ducken. Es dauerte übrigens nicht lange, bis die Schurken aufunser Verdeck hcreinsprangen und den Schooner in Besitz nahmen.Einige von ihnen kamen auf's Vorkastell und verschlossen die dor-tige Lucke, um die Leute unten einzusperren; erst jetzt mochten siesich als die unbestrittenen Gebieter des Schiffes betrachten. Einerder Bursche zog darauf ein furchtbar aussehendes Instrument, einlanges, schmales, scharfes, glänzendes Messer, mit dem er dieFallen der Brefock entzwei schnitt.

Die Leute alle, die ich jetzt an Bord des Schooners erblickte,kamen mir vor wie Engländer oder Amerikamer» welche sich fürSpanier auszugeben wünschten. Ganz abgesehen von der Aus-sprache herrscht übrigens in Größe, Farbe, sowie in der ganzenErscheinung des Spaniers, gegenüber von den Bewohnern der beidenandern Länder, ein so gewaltiger Unterschied, daß ich mich wohlschwerlich täuschen konnte. Ich gewahrte nur einen einzigen unterdiesen Piraten, der mir ein wirklicher Spanier zu sehn schien,obgleich ihre Gesichter der Unkenntlichkeit halber sämmtlich geschwärztwaren, was übrigens nicht hinderte, daß man von dem, wasNed MverS. 15