eine drohende Gebärde mit dem Finger Einhalt gcthan hätte.Dieser mein Netter war mir von früher bekannt, darauf will ichschworen; ich kan» zwar kaum annehmen, daß ich mich irre, werdeaber dennoch, da ich meiner Sache nicht über jeden Zweifel gewißbin, seinen Namen nicht nennen. Habe ich Recht, so war er einjunger Mann aus Connecticut, welcher auf dem Sterling mitmir eine Reise nach Liverpool machte; ich hatte mit diesem jungenManne auf sehr vertrautem Fuße gestanden und war öfter als mitjedem Andern unter unserer Mannschaft mit ihm an's Land ge-gangen. Sein Gesicht war zwar geschwärzt wie die aller seinerKameraden: doch konnte dies seine Züge und Augen, seine Haltung,Größe und Stimme nicht unkenntlich machen; dabei sprach erein Rothwälsch von gebrochenem Englisch und gebrochenem Spa-nisch, wie keiner, der mit einer von beiden Sprachen von Kindheitan vertraut ist, es gebraucht haben würde. Dasselbe galt vonAllem, was ich unter den Burschen reden hörte, einen einzigen be-tagten Matrosen ausgenommen, dessen ich sogleich zu erwähnenGelegenheit finden werde.
Der Mann, den ich für meinen ehmaligen Schiffskameradenhielt, schien auch mich zu erkennen. Ich war zwar noch ein Knabe,als ich den Sterling verließ, doch will man behaupten, daß ichmich im Acußern nicht wesentlich verändert habe; mein Haar istnoch immer schwarz und damals als ich noch in der Blüthe derJahre stand, muß ich sehr leicht zu erkennen gewesen sehn. Ichwar in jenem Augenblick so fest überzeugt, einen alten Bekannten vormir zu sehen, daß ich schon im Begriffe stand, ihm beim Namen zurufen, als mir zum Glück noch cinfiel, daß dieses mir gefährlichwerden könnte; die Piraten wünschten nämlich Allem nach uner-kannt zu bleiben und so war eS wohl am Gescheutesten, sie aufdiesem Glauben zu lassen.
Mein muthmaßlicher Schiffsgenoffe erwies sich mir übrigensals Freund und ich war keiner persönlichen Mißhandlung mehr aus-