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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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schönen Häuten noch einige nach Haus bringen! Das wäre wohlein großer Schaden gewesen, wenn sie verloren gegangen wären!

Sobald die Pumpen wieder angesetzt hatten, wurde das Schissin den alten Kurs zurückgesteuert und bewies sich auch bald wiederso wasserdicht wie eine Flasche.

Acht bis zehn Tage später, als wir eben unter aufgehißtenLeesegeln in unserem Kurse sortsteuerten, gewahrten wir vor unsein großes Schiff, welches gleich uns, aber mit gerefften MarS-und Bramsegeln vor dem Winde daherging und seine Flagge ge-wippt* hatte. Wir näherten uns natürlich so rasch wir konnten,und als wir neben ihm standen, bemerkten wir, daß bas Schiff vonMenschen wimmelte gind seine ganze Mannschaft mit Pumpen undAusschöpfen beschäftigt war. Wir wußten ihre Lage am besten zuwürdigen und legten uns augenblicklich neben sie, um uns nachihrem Zustande zu erkundigen; sie antworteten uns zuerst mit dreiCheerS, worauf sie uns ihre Geschichte erzählten.

ES war ein englisches Transportschiff, das eine Anzahl Sol-daten nach Neu-Braunschweig bringen sollte, und, wie das unsere,einen Leck bekommen hatte, so daß sie sich nur durch fortwährendesPumpen und Ausschöpsen flott zu erhalten vermochten und wegendes anhaltenden Westwinds und der großen Entfernung den Rück-weg nach England angetreten hatten. Sie baten unfern Kapitän,in ihrer Nähe zu bleiben, weßhalb wir unsere Segel verhältniß-mäßig verkürzen mußten.

So steuerten die beiden Schiffe drei Tage und Nächte aufAnrufweite neben einander und unsere Offiziere wurden mit denPassagieren öfter bei ihnen zu Tisch geladen und umgekehrt. Alssich am vierten Tag Wind und Wetter günstig anließen und wirunserer Rechnung nach nicht mehr weit vom Kanal entfernt seynkonnten, sagten wir den Engländern, wir wollten voraussegeln undsobald wir das Land entdeckt hätten, wieder zurückkehren. Mir* Abwärts gestellt, »IN als Nothsignal zu gelten. D. u.