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bei den Wachen um sv stärker in Anspruch genommen werden muß-ten. Wir beschlossen endlich, den verteufelten Schwarten zur Ver-nunft z» bringen und ich ließ ihn sofort an die Winde anbinden;dann kam jeder von uns mit Ausnahme des Kapitäns, Herz» und versetzteihm mit einer Latte seine wohlgerathenen drei Streiche, so daß derSchlingel nach altem Schiffsgebrauch in aller Ordnung „gekobbt"war — was für einen Koch offenbar als eine durchaus gesetzliche Strafegelten konnte.
Wir erhielten jetzt unfern gewünschten Kartoffelbrei, aber derKoch schrieb sich Alles, wie man leicht denken kann, wohl hinterdie Ohren und war besonders gegen mich aufgebracht, den er fürden Rädelsführer bei seiner Exekution ansah. Das Wetter wurdeimmer schlimmer, die Dienstmannschaft war aufs Höchste erschöpftund wir hatten auf dem Schiffe keinen Grog anzusprechen: endlichkonnte ichs nicht länger aushaltcn, ich glaubte wenigstens, es nichtmehr so aushalten zu können, führte also meine Leute aufs Zwischen-deck, wo ich ein Fäßchen Wachholder erwischte, die Röhre einerunangerauchten Pfeife in den Spunden steckte, und ganz behaglichan dem Inhalte zu schlürfen anfing. Meine ganze Wachmannschaftrauchte jetzt ganz regelmäßig erst an diesem, später an einem an-dern Fasse, und dies dauerte so lange, bis wir den Hafen erreichthatten. Die Backbordwache that dasselbe und ich glaube in derThat, daß dieses starke Getränk uns einzig und allein während derUeberfahrt auf den Beinen erhielt.
Das Unglück aber wollte, daß der Koch sein Holz gerade unterdiesen Fässern aufgestaut hatte; so kam es, daß wir eines Morgens,als eben der Letzte von uns sein Pfeifchen ausgeklopft hatte, denWüllenkopf dieses Schlingels durch dieselbe Lucke herabgucken sahen,durch welche wir niedergestiegen waren. Doch wurde kein Wortüber die Sache gesprochen, bis eS endlich ans Auszahlen ging, wodenn der schwarze Teufel als Ankläger gegen uns anftrat. Ich ge-stand AsteS ein und stellte dagegen vor, daß wir das Schiff gar