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ren sey; nackt und hülfloS wie ich war, kümmerte ich mich gar we-nig darum, was ferner aus mir werden sollte. Ich besaß nicht dieMittel, um mir eine Steuermannsausrüstung anzuschaffcn, und wennman mir vielleicht auch Kredit gegeben hätte, so benützte ich ihnnicht, da ich mich in meinem ganzen Leben noch nie mit Schulden-machen abgegeben hatte. So war demnach mein Fahrzeug znmzweiten Male auf dem Krebsgänge begriffen, und ich mußte einelange, stürmische Strecke zurücklegcn, um wieder in einen andernKurs zu gelangen.
Der „Mechanic" ging vier oder fünf Tage nach Ankunft derMary unter Segel; ich hatte nun die alte Straße abermals zudurchwandern und stieß während meiner Fahrt nirgends auf einaußergewöhnliches Ereigniß, bis wir eine Strecke südlich vor Cubagelangten. Hier aber erkannte ich erst recht, daß mein Unstern michgerade in dem Augenblicke in den westindischen Handel einführenmußte, da die Seeräuberei, ohne daß ich daran dachte, in diesenGewässern ihren eigentlichen Höhepunkt erreicht hatte.
So kam uns nämlich eines Morgens jenseits der Insel PinoSmit einem Male ein Schooner und eine Schaluppe zu Gesicht, welchesich beide zwischen uns und dem Lande befanden und sogleich aufuns Jagd machten; wir erkannten sie als Seeräuber und hißtenalle Segel todt vor den Wind, um ihnen zu entkommen. DerKapitän beschloß sogar, im Nothfalle bis gegen Jamaica hinabzu-fegeln, wo er einen oder den andern der englischen Kreuzer anzu-treffen hoffte.
Der Schooner war ein trefflicher Segler und stand schon nahedaran uns einzuholen, als er den Fehler beging, ein fliegendesMarssegel aufzuhiffen. Von diesem Augenblicke an befanden wiruns im Vortheil, denn auf diese Art wurde das kleine Fahrzeug,nach der auf unserer Brigg allgemein herrschenden Ansicht, unterder Last seiner Segel beinahe erdrückt. Die Jagd dauerte den gan-zen Tag, welcher gerade ein Sonntag war uns noch während eines