Druckschrift 
17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
205
Einzelbild herunterladen
 

203

bestimmten Brigg, NamensMargaret", ein. Auch dieses Schifflief i», irischen Kanal auf eine Klippe, wurde aber ahne viele Mühewieder flott gemacht und erreichte wohlbehalten den Hafen. DieRückreise war angenehm und ohne allen Unfall.

Eine solche Fahrt warf nur geringen Lohn ab und ich mußtemich deßhalb bald nach einem neuen Boot Umsehen. Diesmal kam ichals Untcrsteuermann auf eine Brigg NamensWilliam Henry", welchezu», Schmuggclhandel an die spanische Küste abgehen sollte. Wirnahmen eine Ladung Taback, Cigarren u. dergl. ein und fuhrendann gegen die Staaten-Jnsel hinab. Hier gerieth ich mit demKapitän um eines baumwollenen Dochtes willen in Streit und kün-digte ihm meine Dienste auf: wußte ich ja doch, daß es mehrSchiffe als Pfarrkirchen gebe und brauchte keineswegs um eine neueStelle verlegen zu sein, sobald ich nur erst in der Stadt oben war.Der Betrag meines Vorschusses wurde zurückbezahlt, ich schied alsein ehrlicher Mann aus diesem Schmuggelhandel und hätte nurwünschen mögen, daß diese Willensänderung aus besseren Beweggrün-den hervorgegangen wäre.

Meine nächste Stelle fand ich als gemeiner Matrose am Bordeines kleinen, gar hübschen Schooners, der auf den NamenVJda"getauft war und nach Cura^oa segeln sollte, in der Hoffnung, vondem Gouverneur jener Insel als Dacht angekauft zu werden. Fürdiesen letzteren Fall hoffte ich, meinen Weg nach dem spanischenFestlands schon für mich selbst auffinden zu können. Wir gingenglücklich unter Segel und liefen an einem Sonntagmorgen in dembestimmten Hafen ein.

Am selben Morgen ging auch eine englische Fregatte und eineKriegsschaluppe in dem nämlichen Hafen vor Anker und beide gabenNachmilttagS fast ihrer ganzen Mannschaft einen mehrstündigen Ur-laub in die Stadt. Wir lagen neben der Werste und gegen Abendmachten unsere Leute einen Abstecher in einige Gärten der Vor-