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Ich hatte Niemand in der Nähe und der Letzte, den ich anBord sah und sprach, war Tibbcts, der auf der Hüttenleiter stand,als ich ihm eine Stunde vor dem Scheitern der Brigg meineAnsicht mittheilte.
Von dem Augenblicke, da ich die Winde erreichte, bis zu dem,wo ich eine furchtbar schäumende Sturmfluth über das Schiff Her-einbrechen sah, mochte kaum eine halbe Minute verstrichen seyn undjetzt klammerte ich mich bei jenem unglückverkündenden Anblick instinkt-artig an die Bätingshölzer fest. Ich kann mich noch erinnern, wiedas Wasser über mich herstürzte, auch das schwebt mir noch dunkelvor Augen, daß ich durch eine Masse von Tackelwerk Hindurchkain— damit ist aber mein Gedächtniß zu Ende.
Als ich wieder zur Besinnung kam, befand ich mich in eineririschen Lehmhütte, wo ich von einer alten Frau und ihrer Tochtergepflegt wurde; mein Kops war verbunden, das Haar auf derStirne größtentheils abgeschnitten, ich fühlte mich am ganzen Leibewund und wie gelähmt, und ein Glück war'S noch, daß ich keinGlied gebrochen hatte.
Bo» dem, was mit mir vorgegangen war, hörte ich späterfolgende Schilderung entwerfen: der Mann meiner Pflegerin, einalter Fischer, der diese Hütte bewohnte, hatte mich nebst einigenandern Personen zwischen zwei Felsspalten auf dem Gesichte liegendangetroffen; in meiner Nähe war nirgends weder Stenge nochTau zu bemerken. Nicht weit von mir hatte man zwei Schiffsjungen,welche zur Brigg gehörten, beide noch lebend, aber schwer verletzt,den einen gar mit gebrochenem Schenkel, aufgesunden; von derübrigen Mannschaft der Susann« war nirgends eine Spur zu ent-decken und nicht einmal ihre Leichen scheint man später aufgefischtzu haben. Tibbets und Wilson waren beide mit ihrer alten Prisezu Grunde gegangen, welche ihren Namen auf diese Art sehr schlechtbewährte. Ich verlor eine gute Ausstattung und befand mich jetzt