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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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dabei herrschte eine solche Finsternis;, daß wir nicht einmal domSpiegel bis zum Gallion zu sehen vermochten.

In dieser Lage ging ich nach dem Hintertheil, um Tibbets mitzu-theilen, daß ich unser Schiff für verloren hielte; er hatte immer nochHoffnung, da die Bai sehr tief war, und meinte, das Tageslichtkönne Hereinbrechen, »och ehe wir bis an die Felsen am Ufer ge-trieben würden. Ich war ganz anderer Meinung und glaubte, dieBrigg werde schon von den Grundwellen hin und her geworfen,wenn ste sich auch noch nicht ganz im Bereiche der Klippen befinde.

Diese ganze Zeit über blieb das Schiffsvolk ruhig; niemandversuchte zu trinken, und fast keiner rührte sich von der Stelle.Ungefähr eine Stunde nach jener Unterredung mit Tibbets, als ichmich eben am Wettsrbord befand und die Luvgeitaue des großenSegels in der Hand hielt, gewahrte ich Plötzlich dicht unter unseremLee eine Reihe von Klippen.

Riffe Riffe!" schrie ich laut;jeder mag nun für sichselber sorgen!"

Einen Augenblick später wurde die Brigg von einer Wogeemporgctragen, im nächsten in die Schlucht hinabgeschleudert unddann blieb sie fest auf den Klippen sitzen. Der Stoß, mit demdies geschah, war so heftig, daß ich das Gleichgewicht verlor, trotz-dem daß ich mich nach innen an das Geitau anklammerte; gleichdarauf horte ich das Krachen des Fockmastes, welcher leewärts indie See hinausstnrzte. Die Brigg legte sich auf dis Balkenköpfeüber, richtete sich aber mit der nächsten Woge wieder auf, schoßeine Strecke gerade vorwärts und stürzte dann wieder mit einerHeftigkeit zu Boden, welche sie gänzlich zu zertrümmern drohte.

Mit einemmal fiel mir der Hauptmast ein und um ihm beiseinem Einsturze aus dem Weg zu gehen, eilte ich vorwärts biszu den Bätingshölzern und durfte froh sehn, daß ich dies gethanhatte, denn gleich darauf verspürte ich eine Bewegung, als ob dieOberthcile des Schiffs sich von dem unteren Raume ablösen wollten.