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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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muß über schon damals alt und morsch gewesen scyn. TibbetS warder Schiffsherr und Wilson der oberste Steuermann; ich versah ge-wissermaßen den Dienst eines NntcrstenermannS und befehligte einenTheil der Wachmannschaft, wohnte aber meinem Wunsche gemäßunter den übrigen Matrosen.

Es war, glaube ich, im Januar 1818, als wir nach Belfastunter Segel gingen; wir zählten im Ganzen unserer vierzehn amBord, wovon die meisten an der Ostküstc der vereinigten Staatenzu Haus waren. Unsere Abfahrt geschah bei einem .heftigen Nord-weststurm, der uns beizudrehen nöthigte, da die See zum Lensenzu hoch ging; da aber unser Schiff so schwerfällig arbeitete undüberdies einen ziemlich starken Leck bekam, so mußten wir unswieder zum Abhalten entschließen und das Lensen während desganzen Sturmes fortsetzen. Im Ganzen zogen wir uns diesmalnoch ziemlich gut aus der Affaire und brauchten während derganzen Reise blos zweimal Höhenmeffungen vorzunehmen, bis wiram drei und zwanzigsten Tage während der Nachmittagsstundenbei dichtem Nebel die Küste von Irland, auf welche wir von demWeststurme in gerader Linie Hingetrieben wurden ganz nahe voruns auftauchen sahen.

Die Brigg stand unter doppelt gerefften Vormarssegeln undjagte ganz frei vor dem Winde dahin, so daß wir ein Aufhalen derSegel für nöthig erachteten. Erst jetzt konnten wir den wesent-lichen Nachthcil alter Segel und abgenutzter Tackelqgen cinsehenlernen, denn das VormarS-, das Fock-, sowie das Vorstengenstagsegelzersplißte im Wind, die Schooten rissen entzwei und nur mit großerMühe gelang es uns, das Focksegel aufzugeien, indem ich selbstauf die Raa hinaussticg und es so gut als möglich ausbefferte.

Es war miitlerweile Nacht geworden und der Wind tobte miteiner Heftigkeit, daß man beinahezwei Mann nöthig hatte, umeinem das Haar auf dem Kopfe festzuhalten;" gleichwohl kann ichnicht sagen, daß ich viel an unsere Lage dachte, denn meine Haupt-