Von den schon erwähnten Empfindungen getrieben, schiffte ichmich, sobald ich den Blicken meines GastwirlhS anmerkte, daß sichkeine Patrone mehr im Protzkasten befinde, auf einem Wallfisch-fängcr mit Namen „Edward," einem kleinen Schiff mit drei Bootenein, das zwei bis drei Jahre in der Südsee zu kreuzen bestimmtwar. Von meinem Gastwirth erhielt ich noch eine ziemlich guteAusstattung, wiewohl die meisten Artikel schon aus zweiter Handkamen; wir schieden indeß als gute Freunde und ich kehrte mehrals einmal zu ihm zurück, um dasselbe thörichte Spiel wieder vonvorne anzufangen. Im Ganzen gehörte er unter unseren Gast-wirthen gewiß nicht zu den schlechtesten und ich zweifle keinenAugenblick, daß er für meine Baarschaft weit besser Sorge trug,als ich selbst gethan haben würde, llebcrhaupt ist diese Mcnschenklasse,einige gewaltige Schurken ausgenommen, bei weitem nicht so schlimm,als sie zu seyn scheint und der ehrbare Matrvseuwirth ist in seinerArt gerade so gut, als man nach Erwägung aller Verhältnisse vonihm erwarten kann.
Die Reise, welche ich auf dem Edward milmachte, war ganzohne Interesse, obwohl das Schiff mit seinem Aufträge ausnehmendesGlück hatte; Behandlung und Lebensweise gefielen mir wohl undder Wallfischfang mußte ebenfalls gut ausgefallen seyn, da wir sonstnicht so frühzeitig zurückgekehrt wären. Wir fuhren um das KapHorn und fingen unfern ersten Wallfisch zwischen der Küste vonSüdamerika und der von Neuholland. Im ganzen zählte ich gegendreißig Wallfische, deren Erlegung ich anwohnte, ohne daß mir einUnfall begegnet wäre; als Neuling in diesem Geschäft führte ichnämlich ein Mittelruder und hatte fast nichts zu thun, als dasBoot von der Leine klar zu erhalten und auf mein Ruder Achtzu geben.
Die Reise, die ich damals machte, ist jetzt so etwas Gewöhn-liches geworden, die Art und Weise des Wallfischfangs ist dermaßenbekannt, daß ich nicht lange dabei verweilen will. Wir kamen bis