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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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und dem hohen Stande des Häuergeldcs^ mit Kapitän Evans'Genehmigung beschießen, zunächst in kaufmännischen Diensten eineReise zu machen und erst bei unserer Rückkehr unsere Rechnungmit dem Marineamt in Ordnung zu bringen. So verdingte ichmich denn nebst Barnet und Jack Maltet aus einer Brigg, welcheebenfalls den NamenVenus" führte; sie war, wie es hieß, zumSeehnndsfange bestimmt und sollte nach dem Welttheile absegeln,wo diese Thiere im lleberfluffe vorhanden waren. Wir verstandennichts von der Sache, sonst hätten wir schon aus der Ausrüstungdes Schiffs entnehmen müssen, daß man es auf eine Täuschungabgesehen hatte; die Brigg führte nämlich nicht einmal Salz mitsich, wogegen sie mit Kerbsäge», eisernen Klammern, Ketten ». s. w.im Ueberfluß versehen war.

Gleichwohl liefen wir aus und durchkreuzten den atlantischenOcean, als ob wir alles Ernstes blos die ScehundSbeute im Augehätten. Erst in der Nähe des Kaps Verd ließ uns der Kapitänzusammenrufen und eröffnet- uns, daß er die Jahreszeit zum See-hundsfang bereits für zu weit vorgerückt halte und daher, fallswir damit einverstanden wären, nach St. Domingo steuern und dortmit einigen Wälderbesitzer» einen Kontrakt zur Fällung von Maha-goni-, Gelb-2* und Giiajakholz*^ abschlicßen wolle; an dem Gewinnsollten auch wir niisern Antheil genießen.

Nun war das Gchciiniiiß auf einmal verrathen was solltenwir armen Matrosen aber anfangen? Das Geschäft, zu welchemman unsere Hülfe verlangte, erwies sich später als ungeheuer an-strengend und eben dcßhalb glaube ich auch, daß man uns anfangsgetäuscht hatte, da sonst der Ilnternehmer gerade damals keineMannschaft zu dieser Reise aufgetrieben haben würde. Jetzt freilichwaren wir mitten auf dem Ocean und mußten, wohl oder übel, denVorschlag annchmen, da uns durchaus nichts anderes übrig blieb.

» Der den Matrosen bewilligte Lohn. D. u.

" Morus tinetoria. »«» Inxnum vitac. D. U.