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Wahrheit erwies, denn eS dauerte keine Slunbe, bis ein Offiziermit einem Zug Mannschaft uns wieder in Gewahrsam nahm. EinigenSpaß gewährte es uns übrigens, als wir Härten, wie der Offizierunfern Wirth, der noch immer wegen seiner zwölf Pfund wehklagte,tüchtig auszankte und ihm geradezu erklärte, daß ihm vollkommenRecht geschehe, da er Deserteure weiterzuschmuggeln versucht habe.Dies war wohl auch der Grund, warum er uns das fragliche Geldnicht gewaltsam abnehmen ließ, so daß wir — ob nun mit Rechtoder mit Unrecht — im Besitze dieser Summe verblieben.
Man brachte uns sogleich auf einen Küstenfahrer und schickteuns zu Wasser nach Halifax zurück; wir wurden zwar in Fesselngelegt, fanden aber sonst eine ziemlich gute Behandlung. Nachunserer Ankunft zu Halifar brachte man uns auf ein paar Stundenauf das Wachthaus der königlichen Marinendocks, wo wir von einergroßen Anzahl von Offizieren Besuch erhielten, welche alle höchstbegierig waren, unsere Geschichte zu erfahren, die wir ihnen auchganz offenherzig erzählten. Sie lachten und meinten beinahe durch-gängig, wir scpen keineswegs darum zu tadeln, daß wir zu entfliehenversucht hätten, wenn ihre eigenen Schildwachen so nachläßig sehenund uns hinausließen. Auf welche Art wir aus dem Gefängnisseausgebrochen waren, hatten wir übrigens keiner Seele mitgctheilt.
Unter den Offizieren, welche uns besuchten, befand sich auchein Admiral, Sir Isaak Coffin, ein geborener Amerikaner, der sichdamals zu Halifax aufhiclt, um die Mannschaft des „Nantucket,"deren Auswechslung er durchgesetzt hatte, nach Haus zu befördern.Sein eigener Neffe soll sich darunter befunden haben, ohne daß ersich für ihn verwenden wollte, da Letzterer auf einem Kaperschiffegefangen worden war; hätte man ihn auf einem Kriegs- oderKauffahrteischiffe gekapert, so würde der Oheim seinen ganzen Einflußzu jenes Gunsten aufgeboten haben, so aber ließ er ihn — wie dieSache in unserem Gefängnisse erzählt wurde — nach DartmoortranSportiren. Der alte Herr sprach sehr freundlich mit uns und